Schmerzen bei Tumoren – ein unterschätztes Problem!?

Über lange Zeit hat man sich nicht oder nicht ausreichend mit der Schmerzentwicklung bei an Tumoren leidenden Tieren beschäftigt. Doch Schmerzen bei Tumoren kann auf unterschiedliche Art und Weisen entstehen:

  • Primär durch den Tumor selbst, der durch Größenwachstum, Entzündung und Druckentwicklung auf benachbarte Gewebsstrukturen und Organe
  • Verstärkt noch durch eine metastatische Ausbreitung im Körper
  • Sekundär nach Eingriffen zur Tumorentfernung oder -verkleinerung, wenn es zur Zerstörung von physiologischen Strukturen (z.B. über die Durchtrennung von Nerven) oder zur späteren Narbenbildung kommt.

Neben dem Einsatz von Schmerzmedikamenten unterschiedlichster Wirkung und Stärke zur Linderung der Schmerzen bei Krebs kann es sinnvoll sein bei Hunden, Katzen und Pferden an physiotherapeutische Behandlungs-Maßnahmen oder Massagen zu denken. Beim Menschen wird auch gezielt die Psychologie als Betreuungsansatz genutzt, hier kann es sicher eine verstärkte Hinwendung und Anteilnahme mit dem Tier sein, die psychologisch positiv eingesetzt werden kann.

Bekannt ist die neben der Schmerzwirkung auch antitumoröse Wirkung besonders der NSAID’s (nicht cortisonhaltige Schmerzmittel). Untersuchungen gibt es dabei für Meloxicam (Metacam®) - besonders bei Plattenepithelkarzinomen - und Cimicoxib (Cimalgex®) bei nasalen Chondrosarkomen.

Durch die immunmodulierenden Eigenschaften der dendritischen Zellen (z.B. Zurückdrängung der Entzündungszeichen) ist die immunologische Behandlung ein interessanter Weg eine erhebliche Verringerung der Schmerzsymptomatik zu erreichen. Wenn Sie Fragen zur dendritischen Zelltherapie oder allgemeine Fragen zur Tumorbehandlung haben, zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren.