Schmerzen bei Tumoren – ein unterschätztes Problem!?

Schmerzen durch den Tumor selbst

Schmerzen können beim Hund oder der Katze direkt durch den Tumor ausgelöst werden. Dabei können Schmerzen entstehen, wenn:

  • sich der Tumor in umliegendes Gewebe ausbreitet und dieses zerstört und verdrängt,
  • der Tumor insbesondere Nerven zerstört oder auf diese drückt,

Diese Schmerzen sind dort wo der Tumor sitzt oder Strahlen in die umliegenden Körperteile. Bei Hauttumoren können diese Schmerzen durch unterschiedliche Symptome erkannt werden:

  • Kratzen oder lecken der schmerzhaften Stelle.
  • Lahmheit aufgrund des Drucks des Tumors auf die Nerven.

Schmerzen die indirekt durch den Tumor entstehen

Neben den direkten Schmerzen die ein Tumor auslösen kann, können Tumore auch indirekt weitere Schmerzen verursachen. Indirekte Schmerzen entstehen durch:

  • Um Tumore herum entstehen häufig auch Entzündungen. Diese entstehen bspw. durch die Zerstörung des Gewebes und einer gestörten Wundheilung. Durch die Entzündungen können auch Schmerzen für den Hund oder die Katze entstehen.
  • Durch die Ausbreitung des Tumors kann sich Druck auf benachbartes Gewebe (bspw. Muskeln und Nerven) aufbauen der schmerzhaft sein kann.

Schmerzen durch Metastasen im Körper

Zusätzlich zu den Schmerzen die der Tumor selbst verursacht können in einem weiter fortgeschrittenen Stadium auch Schmerzen durch Metastasen in anderen Körperteilen der Hunde und Katzen dazu kommen.

Metastasen in der Lunge können die Atmung erschweren und zu Schmerzen führen. Hier kann häufig keine Behandlung mehr durchgeführt werden, wichtig ist es aber, dass man durch das Unterdrücken der Symptome und Schmerzen die Lebensqualität des Patienten erhält.

Schmerzen durch die Tumorentfernung

Je nachdem wie der Tumor liegt und wie radikal bei der OP vorgegangen werden muss, können durch die Entfernung des Tumors in einer OP Schmerzen für Ihren Hund und Ihre Katze entstehen. Durch das Durchtrennen von Nerven, einer späteren Narbenbildung oder sogar einer Amputation können Schmerzen aus unterschiedlichen Quellen hervorgerufen werden.

Schmerztherapie

Neben dem Einsatz von Schmerzmedikamenten unterschiedlichster Wirkung und Stärke zur Linderung der Schmerzen bei Krebs kann es sinnvoll sein bei Hunden, Katzen und Pferden an physiotherapeutische Behandlungs-Maßnahmen oder Massagen zu denken. Beim Menschen wird auch gezielt die Psychologie als Betreuungsansatz genutzt, hier kann es sicher eine verstärkte Hinwendung und Anteilnahme mit dem Tier sein, die psychologisch positiv eingesetzt werden kann.

Bekannt ist die neben der Schmerzwirkung auch antitumoröse Wirkung besonders der NSAID’s (nicht cortisonhaltige Schmerzmittel). Untersuchungen gibt es dabei für Meloxicam (Metacam®) - besonders bei Plattenepithelkarzinomen - und Cimicoxib (Cimalgex®) bei nasalen Chondrosarkomen.

Durch die immunmodulierenden Eigenschaften der dendritischen Zellen (z.B. Zurückdrängung der Entzündungszeichen) ist die immunologische Behandlung ein interessanter Weg eine erhebliche Verringerung der Schmerzsymptomatik zu erreichen. Wenn Sie Fragen zur dendritischen Zelltherapie oder allgemeine Fragen zur Tumorbehandlung haben, zögern Sie bitte nicht uns zu kontaktieren.