Alabama Rot

Eine mysteriöse Krankheitsserie beim Hund unter dem Namen Alabama Rot, wissenschaftlich Cutaneous and renal glomerular vasculopathy (CRGV), also eine Vaskulopathie der Haut oder der Glomerula der Niere, bringt Unsicherheit für Hundebesitzer.

Zunächst wurde die Erkrankung nur bei Greyhounds in Alabama gefunden. Inzwischen wurde die Erkrankung auch bei anderen Hunderassen festgestellt, besonders bei Jagdhunderassen. Dies geht aus einer Untersuchung in Großbritannien hervor, die zwischen 2012 und 2017 durchgeführt wurde. So werden folgende Rassen genannt, die überrepräsentiert im Krankengut waren: Flatcoated Retriever, Vizslas, Manchester Terrier, Salukis, Whippets. English Springer Spaniel und Bearded Collies. Weniger häufig fanden sich Staffordshire Bullterrier, Deutscher Schäferhund und Jack Russel Terrier, die unterdurchschnittlich oft erkrankten. Weibliche und kastrierte Tiere wurden öfter gefunden.

Krankheitssymptome von Alabama Rot

Die Ursache der Erkrankung wurde bis heute nicht gefunden. Die Symptome sind nicht zu erklärende Schwellungen, Rötungen und Schmerzen der Haut, vor allem an den Beinen und Pfoten, aber auch im Bereich des Gesichtes und im Mund- und Zungenbereich. Diese Veränderungen sind glücklicherweise symptomatisch gut zu behandeln. Schlechter sieht es bei der anderen Form, nämlich bei den Veränderungen am Glomerula-Apparat der Nieren. Hier muss leider damit gerechnet werden, dass viele Hunde an der Krankheit sterben werden.

Insgesamt sollten die Augen offengehalten werden, falls ein Verdacht für eine Alabama Rot Erkrankung gefunden wird. Es sollte dann eine weitere Laboruntersuchung zur Abklärung eingeleitet werden.