Inflammatory Bowel Disease (IBD) des Pferdes – Erkennung und Behandlung

Eine sehr unangenehme Erkrankung beim Pferd ist die sogenannte Inflammatory Bowel Disease des Pferdes, da sie häufig nur indirekt zu diagnostizieren ist. So setzt der Tierarzt den sogenannten oralen Glukose-Toleranz-Test (OGTT) ein, um die verminderte Aufnahme von Nahrungsbestandteilen aus dem Darm festzustellen. Eine gesicherte Diagnose der Erkrankung kann man nur durch eine alle Schichten des Darmes erfassende Biopsie und eine anschliessende Untersuchung der Probe im Labor erreichen.

Indirekte Symptome des Inflamatory Bowel Disease (IBD)

Die chronische Durchfallerkrankung (Diarrhoe) kann ein Kennzeichen der IBD beim Pferd sein. Viele Tiere zeigen ein lethargisches Verhalten und sich wiederholende Kolikerscheinungen. Besonders der eintretende Gewichtsverlust und die Veränderungen des OGTT-Tests weisen auf den Verdacht einer IBD-Erkrankung hin. Wegen des bei einer Biopsie des Darmes vorhandenen Gefahrenlage werden viele Tierärzte diese Prozedur scheuen und sich mit einer rektalen Untersuchung des (geschwollenen) Enddarmes und einer Bestimmung der Schichtdicke mithilfe eines Ultraschallgerätes als weiterem Symptom begnügen.

Inflammatory Bowel Disease (IBD)

Durch Laboruntersuchungen sollte die Vielzahl der möglichen Krankheitserreger, die eine Durchfallerkrankung erzeugen können, ausgeschlossen werden. Zu diesen Krankheitserregern zählen zum Beispiel Salmonellose oder Clostridien. Auch die Frage eines chronischen Wurmbefalls sollte geklärt werden.

Immunologische Behandlung der IBD

Verschiedene Behandlungsansätze bei vermuteter IBD stehen im Raum. Zunächst ist es das Ziel durch eine Infusionsbehandlung die Durchfallfolgen zu lindern. Weiterhin versucht man die Darmperistaltik in physiologische Bahnen zu lenken. Zudem wird durch die Gabe von cortisonhaltigen Arzneimitteln die chronische Entzündung unterdrückt.

Ein innovativerer Behandlungsweg eröffnet sich durch eine immunologische Therapie der Inflammatory Bowel Disease mit dendritischen Zellen. Das Team von PetBioCell berät sie dazu gern.