Häufige Fragen

Wir haben einige häufig gestellte Fragen für Sie aufgelistet. Vielleicht finden Sie hier bereits die Antwort, die Sie suchen.

FAQ: 

01.Was sind dendritische Zellen?

Für viele Menschen sind „dendritische Zellen“ kein Begriff, dabei sind sie Teil unseres Immunsystems und jeder Mensch und jedes Wirbeltier hat sie. Ihre Aufgabe ist es, fremdartige Strukturen (wie bspw. Tumorzellen) zu erkennen und deren Zerstörung anzuregen. Tumore können entstehen, wenn entartete Tumorzellen von den dendritischen Zellen im Körper nicht mehr als fremdartig erkannt werden. Die Kultivierung von dendritischen Zellen aus Zellen des Blutes des Patienten kann diese Blockade wieder auflösen.

02.Warum bekommt mein Tier einen Tumor?

Wenn Ihr Tier einen Tumor entwickelt, dann funktionieren die dendritischen Zellen in Ihrem Tier nicht mehr richtig. Sie erkennen die Tumorzellen nicht als fremd und regen nicht deren Zerstörung an, sondern tolerieren die Tumorzellen. Im Reinraumlabor bei PetBioCell dürfen sich die dendritischen Zellen wieder in ihrer natürlichen Form ohne Einwirkungen des Tumors entwickeln und können somit ihre von der Natur vorgesehenen wichtigen Aufgaben im Immunsystem wahrnehmen. Diese sind: alle fremdartigen und entarteten Zellen im Körper erkennen und umgehend eine passende Immunreaktion dagegen initiieren.

03.Welche Tumorarten wurden bereits behandelt?

Grundsätzlich kann jeder Tumor behandelt werden. Prinzipiell muss bei der Behandlung jeder Tumorart und bei jeder Tumorlokalisation an den Einsatz der dendritischen Zelltherapie gedacht werden. Da die eigene Abwehrkraft des Tieres genutzt wird, ist bei (fast) allen Behandlungen eine positive Reaktion zu sehen.

04.Was wird für die Herstellung der dendritischen Zelltherapie benötigt?

Für jede Behandlung mit dendritischen Zellen benötigen wir immer frisches Vollblut (nicht abzentrifugiert und nicht tiefgefroren). Dies ist die Basis der dendritischen Zelltherapie. Aus dem Vollblut separieren wir die sogenannten Vorläuferzellen (die Monozyten). Diese entwickeln sich mit verschiedenen Zytokinen zu den dendritischen Zellen weiter. Ihr Tierarzt bekommt von PetBioCell ein Starterkit mit allen Informationen über das benötigte Patientenmaterial (Blutprobe, 1ml pro KG Körpergewicht) und den dazugehörigen Probengefäßen. Außerdem bekommt er von PetBioCell eine Transportbox damit die Proben gekühlt transportiert werden können.

05. Kann man auch noch ein Tier behandeln, bei dem der Tumor nicht mehr chirurgisch entfernt werden kann?

Bei vielen Tieren werden aus unterschiedlichen Gründen, z.B.

  • Wunsch von Ihnen als Patientenbesitzer
  • Größe des Tumors
  • Metastasenbildung
  • Alter oder Krankheitszustand (Erkrankung anderer Organe, z.B. Herz zusätzlich)

keine chirurgischen Eingriffe mehr durchgeführt. In diesen Fällen kann die dendritische Zelltherapie auch palliativ eingesetzt werden. Die Stärkung des Immunsystems durch die Behandlung führt dabei häufig zu einer Verkleinerung des Tumors und damit zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität des Patienten. Dies gilt besonders für nichtoperable Tumoren im Thorax- und Abdominalbereich. Durch eine Verkleinerung des Tumorgewebes werden teilweise auch chirurgische Eingriffe wieder möglich!

06. Histologischer Befund: Nicht im Gesunden entfernt oder nur unvollständige Entfernung möglich

In vielen Fällen bekommen Sie als Patientenbesitzer den histologischen Befund, also die Laboruntersuchung des Tumors, von Ihrem Tierarzt. Häufig wird in diesen Befunden geschrieben, dass der Tumor „nicht im Gesunden“ entfernt werden konnte oder, dass die Ränder des Tumors „nicht sauber“ waren. Dies bedeutet, dass nicht sichergestellt werden kann, dass der komplette Tumor entfernt wurde, der Tumor also unvollständig oder sehr nahe am gesunden Gewebe operiert wurde.

Die unvollständige Entfernung kann unterschiedliche Ursachen haben:

  • Der Tumor war so groß, dass eine vollständige Entfernung Ihren Patienten überlastet hätte, weil beispielsweise Komplikationen in der Wundheilung (zu große Wunde) zu erwarten wären.
  • Der Tumor sich an einer Stelle bei Ihrem Patienten befindet, an der nicht ausreichend Gewebe vorhanden ist, um den Tumor vollständig mit ausreichend „Sicherheitsabstand“ zu entfernen. Dies ist häufig zum Beispiel der Fall, wenn ein Tumor im Gesichtsbereich oder an den Beinen auftritt. Auch bei inneren Organen kann eine umfassende Entfernung möglich sein.
  • Metastasen vorhanden sind, die nicht bemerkt oder auch nicht entfernt werden können.

Häufig wird an uns die Frage gerichtet, wie zu verfahren ist, wenn

  • das Tumorgewebe nicht im Gesunden entfernt werden konnte oder
  • wenn nur eine Reduktion der Tumormasse möglich war.

In diesen Fällen bietet sich die dendritische Zelltherapie als Behandlungsmöglichkeit an, da so das Immunsystem auf die im Körper des Patienten verbliebenen Tumorzellen aufmerksam gemacht wird und diese bekämpft werden. Sprechen Sie uns an, wenn Sie sich unsicher sind, was der Laborbefund Ihres Patienten genau aussagt und wie Sie damit umgehen können.

07. Wie viele Applikationen bekommt mein Patient?

Aufgrund der langjährigen Erfahrung mit der dendritischen Zelltherapie bei der Behandlung von an Tumoren erkrankten Hunden, Katzen und Pferden ist eine erste Applikation sehr schnell nach einer Operation oder Tumordiagnose zu empfehlen. Schon nach kurzer Zeit kann dann der erste Erfolg der Behandlung beurteilt werden. Es kommt meistens zu einer Besserung des Allgemeinbefindens, einer Schrumpfung des Resttumorgewebes oder einer guten Abheilung der Operationswunde. Um die Immunreaktion des Körpers weiter zu stärken hat sich im Allgemeinen die dreimalige Behandlung im monatlichen Abstand bewährt. Damit wird eine ausreichende, sich aufbauende, Immunreaktion stimuliert.

Besonders bei Tumoren die stark zu Rezidiven (also dem Wiederauftreten) neigen, empfehlen wir die mindestens halbjährliche Wiederholung. Bei Sarkoiden der Pferde muss anhand des Abheilungsgrades über weitere Applikationen entschieden werden. Wenn Sie als Tierbesitzer nach einigen Monaten eine leichte Verringerung der allgemeinen Lebensqualität Ihrer Tiere bemerken, wäre auf jeden Fall eine Nachbehandlung mit dendritischen Zellen angezeigt.

Das Team von PetBioCell berät Sie und Ihren Tierarzt jederzeit auch zwischen den Applikationen, wenn Fragen zur Wirkung der Behandlung auftreten.

08. Wie und wohin erfolgt die Applikation?

Die Applikation erfolgt abhängig von der Lokalisation des Tumors vorzugsweise in die Nähe der nächstgelegenen Lymphknoten, da die dendritischen Zellen, nach dem sie die Tumorzellen erkannt haben, in den nächstgelegenen Lymphknoten einwandern und eine Immunreaktion initiieren. Die Applikation ist sehr schonend, Ihr Patient muss hierfür beispielsweise nicht betäubt werden oder nüchtern sein.

Ihr Tierarzt bekommt von PetBioCell spezifische Anweisungen, wie die Zellen zu applizieren sind. Die Art der Applikation wird auf jedem Patienten individuell abgestimmt.

09. Wann soll die Applikation erfolgen?

Die dendritischen Zellen sollten zeitnah nach der Fertigstellung im Labor appliziert werden. Hierzu benutzt PetBioCell ein Expresstransportunternehmen damit die Zellen schnellstmöglich zu Ihrem Haustierarzt kommen. Auf dem Transportweg und bis zur Anwendung werden die Zellen kühl gelagert. Sie sollten also für den Tag der Ankunft der Zellen einen Termin bei Ihrem Tierarzt machen.

10. Welche zusätzlichen Behandlungsmethoden können durchgeführt werden?

Dendritische Zelltherapie kann sehr gut mit Homöopathie, Nahrungsergänzungsmitteln und Schmerzmitteln kombiniert werden. Bei einigen Tumorarten sind Bestrahlungen eine wirksame Unterstützung zur Tumorbekämpfung. Dadurch wird die Oberfläche der Tumorzellen derartig beeinflusst, dass sie für die Immunzellen angreifbarer werden.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Haustierarzt einzelne begleitende Behandlungsschritte und -formen ab. Die immunologische Therapie mit dendritischen Zellen kann ggf. alternative Behandlungskonzepte hemmen. In Zusammenarbeit mit Ihrem Haustierarzt können wir aber weitere Informationen zu anderen unterstützenden Therapiemöglichkeiten abklären, er hat entsprechende wissenschaftliche Unterlagen von PetBioCell. Wir stehen Ihnen gerne für eine weitergehende Beratung zur Verfügung.

 

11. Wie soll ich meinen Patienten während der dendritischen Zelltherapie ernähren?

Auch die Ernährung des tumorkranken Tieres und die Darmgesundheit spielen eine wichtige Rolle um eine optimale Abwehrkraft des Patienten zu erreichen. Wir haben Hinweise dazu unter "Ernährung von Tumorpatienten" zusammengestellt.

12. Welche Erfolgsaussichten hat die Behandlung mit der dendritischen Zelltherapie bei meinem Patienten?

Therapieerfolge richten sich immer nach der jeweiligen Tumorart und Stadium des Tumors, in dem die dendritische Zelltherapie begonnen wird. Gegenüber herkömmlichen Behandlungsmethoden können wir bei frühzeitiger Diagnose und keiner bis wenig Metastasierung eine Verbesserung der Lebensqualität bei vergleichbar mehr Lebenszeit für Ihren Liebling erreichen. In einem sehr späten Tumorstadium ist die dendritische Zelltherapie als palliative Begleittherapie eine segensreiche Unterstützung, um mit etwas mehr Zeitgewinn und weniger Schmerzen in Ruhe von Ihrem Liebling Abschied nehmen zu können.

Um Ihnen hierzu eine realistische Einschätzung geben zu können müssen wir Ihren Patienten näher kennen lernen. Das Team von PetBioCell steht Ihnen jederzeit zur Beratung und Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.

13. Was kann den Behandlungserfolg gefährden?

Eine zeitnahe Schutzimpfung (beispielsweise gegen Tollwut, Staupe oder Influenza) während der Tumorerkrankung kann den Behandlungserfolg gefährden. Da diese Impfungen einen Eingriff in das Immunsystem vornehmen, kann die immunologische Wirkung der dendritischen Zelltherapie hierdurch verringert oder zerstört werden. Bitte sprechen Sie deshalb notwendige Schutzimpfungen gegen Infektionskrankheiten mit Ihrem Haustierarzt ab. Während der Behandlungszeit gegen die Tumorerkrankung raten wir eher zur Verschiebung der geplanten Schutzimpfungen.

Behandlungen gegen Endo- oder Ektoparasiten (Würmer) können und müssen aber im notwendigen Umfang durchgeführt werden.

14. Ist die Behandlung mit der dendritischen Zelltherapie in der Tier-Krankenversicherung mit abgesichert?

Ja, die dendritische Zelltherapie ist wahrscheinlich in Ihrer Tierkrankenversicherung mit abgesichert, selbst, wenn Sie nur eine OP-Versicherung haben.

Sprechen Sie uns einfach an um sich ein unverbindliches Angebot zur Vorlage bei Ihrer Krankenversicherung zur Prüfung der Kostenübernahme geben zu lassen. Weitere Informationen hierzu auch unter: https://www.petbiocell.de/kostenuebernahme

15. Wie viel Zellsuspension wird appliziert?

Nach der Kultivierung der Zellen werden diese am Tag der Zellernte in eine sterile Flüssigkeit überführt. Bei Hunden und Katzen sind dies 2 ml und bei Pferden 5ml. Die komplette Zellsuspension wird Ihrem Patienten appliziert so dass möglichst viele Zellen ihre immunstimulierende Wirkung entfalten können. Diese Applikation können Sie mit einer schlichten Impfung vergleichen.

16. Welche Farbe hat die Zellsuspension?

Nach der Zellernte werden die Zellen in eine durchsichtige sterile Flüssigkeit überführt. Da die Zellen auch durchsichtig sind (für das bloße Auge), ist die Zellsuspension durchsichtig oder leicht rosafarben.

17. Welche Nebenwirkungen können bei der dendritischen Zelltherapie auftreten?

Abgeschlagenheit und leichtes Fieber können 1-2 Tage nach der Injektion auftreten. Jedoch sind das positive Anzeichen für Ihr Tier und Sie, denn das bedeutet, dass das Immunsystem Ihres Tieres auf die Injektion reagiert. Ansonsten treten bei der dendritischen Zelltherapie keine weiteren Nebenwirkungen auf.

18. Was bedeutet „infiltrativ“?

Häufig finden Sie im Laborbericht für Ihren Hund, Ihre Katze oder Ihr Pferd den Begriff „infiltrativ“. Bei einem Tumor bedeutet infiltrativ, dass der Tumor in der Lage ist, umliegendes Gewebe zu infiltrieren, also einzunehmen. Im Klartext bedeutet das, dass sich der Tumor ungeachtet des Gewebes (Muskeln, Nerven, Sehnen, Knochen) um ihn herum ausbreitet. Dabei zerstört er das Gewebe, das ihm im Weg ist. Er kann sogar Knochen „anfressen“ und auflösen.

19. Was bedeutet Metastasierung? Was ist eine Metastase?

Ein Tumor kann so genannte Metastasen bilden. Metastasen sind weitere Tumor die neben dem Haupttumor (auch Primärtumor) genannt auftreten. Unterschiedliche Tumorarten bei Hunden, Katzen und Pferden bilden unterschiedlich schnell Metastasen. Häufig bilden sich Metastasen zuerst in der Lunge, können aber auch in anderen inneren Organen auftreten, beispielsweise in Milz, Leber oder Herz. Wenn Tumore Metastasen bilden, dann wandern Zellen vom Haupttumor ab und gelangen über den Blutkreislauf in andere Organe wo sie sich dann ansiedeln und wieder eine neue Tumormasse bilden. Sichtbar werden Metastasen auf einem Röntgenbild oder Ultraschallbild. Sollte Ihr Patient noch keine Metastasen haben, ist die Prognose besser und die Chancen bei einer rechtzeitigen Behandlung steigen.

20. Was ist ein Rezidiv?

Als Rezidiv wird das Wiederauftreten eines Tumors bezeichnet. Unterschiedliche Tumorarten haben unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten, dass der Tumor beispielsweise nach einer vollständigen Entfernung wieder auftritt. Hier spricht man auch von der „Rezidivrate“, also der Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor wiederkommt.