Fallbeispiel – großer Tumor an der Pfote Hund

Frage: Ist eine Amputation bei Tumorpatienten notwendig?

Häufig werden uns Fälle vorgestellt, in denen über die Amputation von Gliedmaßen oder zumindest Teilen von Gliedmaßen als alternativlose Behandlung angedacht wird. Wir konnten dabei in einer größeren Anzahl von Fällen durch eine immunologische Behandlung für eine symptomatische Heilung sorgen. Der Tumor ist nach der Behandlung mit dendritischen Zellen nicht wieder aufgetreten.

Vorbehandlungen / OP

Hier soll der Fall einer Beauceron-Hündin vorgestellt werden, der an einem sehr großen Tumor litt, der sich vom kranialen Zwischenzehenbereich bis in den Kaudalbereich der Hintergliedmaße erstreckte.

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Um eine geplante Amputation zumindest eines größeren Teiles der Pfote zu verhindern wurde das Tumorgewebe bestmöglich entfernt und der Tumor pathologisch untersucht.

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Ergebnis der pathologisch-histologischen Untersuchung: Hämangiom mit malignitätsverdächtigen Anteilen, nicht im Gesunden entfernt (noch Resttumorzellen sind im Körper verblieben).

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Behandlung mit dendritischen Zellen

Nach der Abheilung der Wunde folgte die immunologische Behandlung mit dendritischen Zellen, um die postoperativ vorhandenen malignen Zellen zurückzudrängen. Die Hündin erhielt einen Zyklus mit 3 Applikationen. Dieser erfolgte von September bis November 2017 im 4-wöchigen Tonus.

Aktueller Zustand April 2018

Abheilung ohne irgendeine Beeinträchtigung der Lauf-Funktion oder ein Wiederauftreten der Erkrankung. Wir konnten also die geplante Amputation verhindern!

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