Fallbeispiel – Blasentumor Hund - Santai

Vorbehandlungen / OP

Der Mischlingshund Santai litt über Monate an rezidivierenden Blasenerkrankungen, die zunächst immer wieder erfolgreich behandelt werden konnten. Schließlich wurde er weitergehender untersucht und ein großer Tumor in der Blase im Röntgen und Ultraschall gefunden. Daraufhin wurde ein Plattenepithelkarzinom in der Blase mit Infiltration der Bauchhöhle wurde im November 2010 diagnostiziert und operiert.

blasentumor hund

Auszug aus dem OP-Bericht:

Zugang über die Mediane, Harnblase groß, cranialer Pol mit Netz verwachsen, Ligierung des Netzes und Trennung von der Harnblase, Eröffnung der Harnblase im gesunden Bereich, Umschneidung der Umfangsvermehrung tumornah, dabei Verlust der Einmündung des rechten Harnleiters, Rekonstruktion der Harnblase, Verschluss mittels fortlaufender, einstülpender, zweischichtiger Naht, Blase danach dicht, Vergrößerung des Bauchschnittes nach cranial, Darstellung der rechten Niere, stumpfe Präparation aus der Retroperitoneum, Legierung der zu-/abführenden Gefäße, Nephrektomie.

Also war der Tumor inzwischen durch die Blasenwand durchgewuchert und hatte den rechten Harnleiter ebenfalls erfasst. Deshalb musste auch die rechte Niere mit chirurgisch entfernt werden!

Heilung ohne besondere Vorkommnisse.

Behandlung mit dendritischen Zellen

Die onkologische Behandlung mit dendritischen Zellen erfolgte postoperativ im Zyklus á 3 Applikationen im Abstand von 1 Monat. Appliziert wurden die Zellen inguinal intradermal.

In den Folgejahren mussten lediglich Routineuntersuchungen und Impfungen durchgeführt werden. Nachbehandlungen mit dendritischen Zellen waren nicht mehr nötig.

Im Februar 2015 wurde der Patient im Alter von 15 Jahren aufgrund von Niereninsuffizienz und Alters euthanasiert.