Augentumor bei Ihrem Hund

Ein Augentumor kann sich beim Hund am und im Auge bilden. Er hat oft eine zerstörerische Wirkung auf das Auge und damit Augenlicht, deshalb ist es wichtig schnell zu handeln, wenn man den Verdacht einer Tumorerkrankung hat. Ohne einen Besuch beim Tierarzt lässt sich jedoch nichts über dessen Gut- oder Bösartigkeit sagen. Es gibt unterschiedlich Gewebearten von Tumoren, die am oder im Auge entstehen können.

Tumorarten am Auge beim Hund

Alle Bereiche des Auges und seiner Umgebung können von einer Tumorerkrankung können betroffen sein:

  • Augenlider und drittes Augenlid,
  • Lidbindehaut (Konjunktiva)
  • die Oberfläche des Auges
  • Limbale Tuoren (Übergang Hornhaut zu Sclera
  • Tumoren der verschiedenen Abschnitte des Inneren des Auges
  • Tumoren des Augapfels und seiner Umgebung
  • Tumoren des Augennerves

Folgende prozentuale Verteilung der primären Augentumoren fanden sich bei untersuchten 6112 Hunden:

Augentumore bei Hunden

Quelle: Comparative Ocular Pathology Laboratory of Wisconsin

Tumore von Augenlid, drittem Augenlid und Lidbindehaut des Hundes

Glücklicherweise machen gutartige Adenome und Melanome 80% der Tumoren vom behaarten Bereich um das Auge und das Augenlid aus, wie zum Beispiel Veränderungen der Meibomschen Drüsen. Dabei sind wahrscheinlich Boxer, Collies, Weimaraner, Cocker und Springer Spaniel überproportional von Tumoren am Augenlid betroffen. In einer anderen Untersuchung wurde ermittelt, dass Beagle, Siberian Huskies und English Setter häufiger erkranken als Mischlingshunde. Relativ selten werden Histiozytome, vor allem bei jüngeren Tieren, gefunden. Plattenepithelkarzinome kommen eher selten bei Hunden vor, aber auch hier muss wegen unpigmentierter Bereiche an den negativen Einfluss von Sonnenstrahlen gedacht werden.

Endothelzelltumoren des äußeren Augenwinkel oder des dritten Augenlides sind etwa ein Viertel der Tumoren der Lidbindehaut und entstehen vor allem im nichtpigmentierten Bereich bei Bassetts, Springer Spaniels und Beagles. Bei Hunden mit pigmentierten Bindehautbereichen finden sich oft maligne Melanome als bösartiger Tumor. Weimaraner und Deutsche Schäferhunde sowie große Hunderassen scheinen eine Neigung für diese Tumore zu haben. Auch Papillome werden in diesem Augenabschnitt gesehen. Sie können durch Viruserkrankungen hervorgerufen werden.

Tumore des Innenauges

In der vorderen Augenkammer werden häufiger Veränderungen durch Melanom Zellen gesehen, vor allem im Bereich der Iris und des sogenannten Ziliarkörpers. Diese Veränderungen sind in der sehr großen Mehrzahl gutartig, können aber bei einer (plötzlichen) Vergrößerung zu einem Melanom beim Hund für massive Krankheitserscheinungen sorgen und bedürfen einer regelmäßigen Kontrolle und sofortigen Behandlung beim Spezialisten.

Bei Tumoren der vorderen Augenkammer ist häufig ein starkes Einbluten, eine Entzündung der Innenabschnitte des Auges (Uvetitis) oder ein Augenüberdruck (Glaukom) das einzige Symptom. Durch das eingeschränkte Sehvermögen durch die Veränderung des Augenkammerwassers (trübe oder blutig) ist die Möglichkeit der Diagnose eingeschränkt.

Tumore des Augapfels und des Augennerven (Nervus opticus)

Diese Tumoren treten bei mittelalten bis alten Hunden auf und betreffen eher große Hunderassen. Es sind eher weibliche Tiere betroffen. Die verschiedensten Tumorarten sind im Bereich des Augapfels gefunden worden. Es kann sich um primäre Tumore handeln, aber auch um Fernmetastasen anderer Organe. Am häufigsten fanden sich Osteosarkome, Mastzelltumoren, Retikulumzelltumore, Fibrosarkome und Neurofibrosarkome. Der am häufigsten vorkommende Tumor der Gehirnnerven ist das Meningiom.

Wichtig ist es im Bereich des Augapfels genau festzustellen, ob es sich bei der beobachteten Erkrankung um eine Entzündung (durch einen Kampf, Fremdkörper oder ähnliches) oder um einen Tumor handelt.

Diagnose des Augentumors beim Hund

Bitte gehen Sie relativ zeitnah bei Veränderungen am Auge Ihres Hundes zu Ihrem Tierarzt. Zunächst erfolgen die normale klinische Untersuchung des Auges und eine erste (normale) Augenuntersuchung. Oft wird die Leidensfähigkeit der Tiere (Anzeichen von Schmerzen) unterschätzt und so kommt es zum Beispiel häufig zu einem Nichterkennen von überhöhtem Augendruck. Dieser zerstört unwiderruflich nach relativ kurzer Zeit Teile des Augeninneren.

Ist eine genaue Untersuchung des Auges mit den einfachen Hilfsmitteln nicht möglich, weil die Sicht durch veränderte Flüssigkeit im Auge (z.B. Blut) eingeschränkt ist, sollte ein spezieller Ultraschall der Augen durchgeführt werden, um auch die inneren Strukturen zu erkennen. Der Augendruck sollte ermittelt werden, um sofort gegenzusteuern. Gegebenenfalls sollte eine CT- oder MRT-Untersuchung angeschlossen werden, wenn weitergehende Veränderungen, die über die Augenhöhle weiterführen können (Fremdkörper aus dem Mundbereich, Tumoren aus der Augenumgebung), ausgeschlossen werden sollen.

Eine finale Diagnose über den Tumor kann nur von Ihrem Tierarzt oder in der Tierklinik gestellt werden. Dafür wird, wenn es eine äußere Veränderung ist, eine Probe (Biopsie) des betroffenen Gewebes entnommen und (mikroskopisch) untersucht.

 

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Behandlung des Augentumors beim Hund

Da die Augen des Hundes ein sehr empfindliches und wichtiges Organ sind, gilt es hier bei Erkrankungen große Vorsorge zu halten und nicht zu lange selbst „herumzudoktern“. Auch gutartige Veränderungen an den Augenlidern können im Nachhinein großflächige kosmetische Operationen erfordern.

Wenn möglich sollte der Augentumor bei Ihrem Hund durch eine OP entfernt werden. Diese operative Entfernung ebnet den Weg für weitere Behandlungsmaßnahmen. Je nach Lokalisation des Tumors ist eine Entfernung in einigen Fällen nicht komplett oder gar nicht möglich. Denkbare Schritte für die Hunde sind dann zum Beispiel eine Strahlentherapie. Eine Chemotherapie hat nur eingeschränkte Wirkung gezeigt.

Auch die dendritische Zelltherapie, eine Immuntherapie die den Körper Ihres Hundes nachhaltig stärkt, kommt als Behandlungsmöglichkeit infrage.

 

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