Überlebenschance Milztumor Hund

Prinzipiell sind 50 % aller Milztumore gutartige Tumore, welche zu einer Vergrößerung der Milz (Splenomegalie) führen. Auch sie müssen gegebenenfalls operiert werden, verringern aber nicht die Lebenserwartung des Hundes – die Überlebenschance ist also sehr groß. Jedoch sind auch 50 % aller Milztumore beim Hund bösartig, hier sieht es mit der Überlebenschance anders aus.

Das Hämangiosarkom – der bösartigste Milztumor beim Hund

Der häufigste beim Hund vorkommende Milztumor ist mit 43 % das Hämangiosarkom. Das, was diesen Milztumor bösartig macht, ist die Tatsache, dass er schnell in andere Organe streut, also dort Tochtergeschwulste (Metastasen) bildet. Die Überlebenschancen bei diesem Milztumor sind relativ gering. Ohne eine Behandlung liegt die mittlere Überlebenszeit beim Hämangiosarkom nach einer OP bei 30 bis 90 Tagen. Mit einer Chemotherapie kann diese Zeit verdoppelt werden. Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass die Nachbehandlung des Hämangiosarkoms mit der dendritischen Zelltherapie nach einer OP zu einer mittleren Überlebenszeit von etwa 460 Tagen führen kann.

 

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Wann ein Milztumor beim Hund operiert werden muss

Sobald der Verdacht auf einen Milztumor besteht, sollte der betroffene Hund operiert werden. Bei dieser Operation wird die komplette Milz entfernt und Proben zu Untersuchung in ein spezialisiertes Labor eingesandt. Hier wird die endgültige Diagnose gestellt. Ein anderer Grund, einen Hund mit Milztumor zu operieren ist der, wenn der Tumor geplatzt (rupturiert) ist und der Hund zu verbluten droht. Hierbei handelt es sich um eine Not-Operation, die Überlebenschance des Hundes ist definitiv durch den schlechten Allgemeinzustand, den Blutverlust sowie das massiv erhöhte Narkoserisiko deutlich schlechter. Deshalb sollten gerade bei älteren Hunden Vorsorgeuntersuchungen per Ultraschall gemacht werden um einen Milztumor frühzeitig zu erkennen.

Die Überlebenschance ist abhängig vom Stadium

Das Hämangiosarkom beim Hund kann in verschiedene Formen (Stadien) eingeteilt werden. Je nach Stadium ist die Überlebenschance unterschiedlich. Hierbei ist zu beachten, dass sich die Überlebenschance – auch mittlere Überlebenszeit genannt – auf die Hunde mit Milztumor bezieht, bei welchen als Behandlung eine Entfernung der Milz (Splenektomie) durchgeführt wird. Bei Hunden, bei denen nur ein Milztumor (ohne Metastasen) vorliegt (Stadium I), liegt die Überlebenschance bei 5,5 Monaten. Bei solchen, bei denen das Hämangiosarkom geplatzt ist (Stadium II) liegt die Überlebenschance nur noch bei 2 Monaten. Bei Hunden, bei denen der Milztumor schon Tochtergeschwulste zum Beispiel in der Leber hat (Stadium III), liegt die Überlebenschance nur noch bei 0,9 Monaten.

Kann die Überlebenschance bei Hunden mit Milztumor erhöht werden?

Bei einer sogenannten palliativen Chemotherapie konnten keine besseren Überlebenschancen festgestellt werden. Eine Bestrahlung ist bei Milztumor des Hundes nicht möglich. Eine Möglichkeit, die Lebensqualität des erkrankten Hundes deutlich zu verbessern, seine Schmerzen zu lindern und damit die Überlebenschance zu erhöhen, ist eine Immuntherapie mit dendritschen Zellen.

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