Histiozytäres Sarkom beim Hund

Fresszellen – die sogenannten Histiozyten – haben im gesunden Immunsystem die Aufgabe körperfremde Stoffe etc. zu erkennen und unschädlich zu machen. Beim Histiozytären Sarkom des Hundes kommt es zu einer krankhaften Vermehrung dieser Fresszellen in verschiedenen Organen, seltener auch in der Haut. Es handelt sich um einen sehr bösartigen Tumor des Hundes. Das Histiozytäre Sarkom wird auch Maligne Histiozytose genannt.

Vorkommen

Häufig sind Hunde bestimmter Rassen von diesem Tumor betroffen. Das Histiozytäre Sarkom tritt vor allem bei männlichen Berner Sennenhunden auf. Aber auch Hunde anderer Rassen, beispielsweise Retriever (Flat Coated Retriever) und Rottweiler erkranken häufig an diesem Tumor. Oft sind junge bis mittelalte Hund betroffen.

Aus welchem Grund es zu einer krankhaften Vermehrung von den Fresszellen kommt, konnte bisher nicht geklärt werden.

Symptome

Die Symptome bei einem an einem Histiozytären Sarkom erkrankten Hund sind selten eindeutig. Am Anfang zeigen von diesem Tumor betroffene Hunde häufig unspezifische Symptome wie Appetitlosigkeit, Abmagerung, Fieber oder Teilnahmslosigkeit. Außerdem leiden viele betroffene Hunde an Anämie (Blutarmut). Je weiter der Tumor fortschreitet und je nachdem welche Organe betroffen sind, können weitere Krankheitsanzeichen auftreten. Ist beispielsweise die Lunge eines Hunde vom histiozytären Sarkom betroffen, kann es zu Husten oder Atemnot kommen.

Des Weiteren können durch das histiozytäre Sarkom die Gelenke und Nerven des Hundes in Mitleidenschaft gezogen werden. In diesem Fall ist etwa mit Lahmheiten oder einer Schonhaltung zu rechnen. Im weiteren Verlauf der Erkrankungen kann es auch zu Lähmungserscheinungen bzw. bleibenden Lähmungen kommen.

Diagnose des Histiozytären Sarkoms

Zur Diagnose eines histiozytären Sarkoms werden die betroffenen Hunde in der Regel komplett untersucht. Das bedeutet neben einer vollständigen Untersuchung der Haut, dass auch Röntgenbilder und eine Ultraschalluntersuchung gemacht werden.

Während der Untersuchung werden häufig vergrößerte Lymphknoten festgestellt. Auch eine Schwellung von der Leber und/oder der Milz ist bei vielen betroffenen Hunden zu beobachten.
Eine endgültige Diagnose kann jedoch nur durch eine Biopsie, also durch die Entnahme von Gewebeproben, gestellt werden. Dazu wird eine feine Nadel in den Tumor eingeführt, um Zellen zu gewinnen. Diese Zellen werden anschließend histologisch untersucht, um die Art der Veränderung der Zellen festzustellen.

Prognose Histiozytäres Sarkom

Die Prognose bei Hunden mit histiozytärem Sarkom ist sehr schlecht. Es handelt sich um eine sehr schnell fortschreitenden Tumor, welcher in bis zu 90% der Fälle streut. Bisher gibt es keine erfolgreiche Behandlung gegen diesen Tumor. Die Behandlung mit dendritischen Zellen kann jedoch zu einer deutlichen Verbesserung der Lebensqualität sowie zu einem längeren Überleben der an einem Histiozytärem Sarkom erkrankten Hunde führen.

Das Disseminierte Histiozytäre Sarkom ist eine Sonderform

Eine Sonderform des Histiozytären Sarkoms ist das Disseminierte Histiozytäre Sarkom. Bei diesem Tumor sind mehrere innere Organe wie die Milz, die Leber, die Lunge und Lymphknoten befallen. Die Prognose ist sehr schlecht und die Lebenserwartung ist mit ein paar Wochen nur sehr gering.

Bisher gibt es keine heilende Behandlung

Leider gibt es bisher keine heilende Behandlung für Hunde mit einem Histiozytärem Sarkom. Die Ergebnisse einer medizinischen Studie geben bei diesem Tumor eine Lebenserwartung von 18-402 Tagen an. In einer anderen Studie wird die mittlere Überlebenszeit bei Hunden mit einem Histiozytären Sarkom des zentralen Nervensystems (Gehirn, Rückenmark) sogar nur mit 3 Tagen angegeben. Eine deutlich positive Wirkung auf die Überlebenszeit sowie die Lebensqualität von Hunden mit Histiozytärem Sarkom zeigte die Immuntherapie mit dendritischen Zellen.

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