Tumorarten bei Pferden

„Mein Pferd hat einen Tumor“. Diese Tatsache ist für Sie im ersten Moment ein großer Schock - das verstehen wir. Gerne können Sie sich an uns wenden, um uns Ihren Liebling und die Situation vorzustellen. Gemeinsam gehen wir dann die Behandlungsmöglichkeiten für Ihr Pferd durch.

Eine von diesen ist die dendritische Zelltherapie. Unsere Immuntherapie ist besonders schonend und stärkt das Immunsystem Ihres Pferdes. Ziel ist es, die Zerstörung der Tumorzellen mit dem Immunsystem erneut anzuregen und für eine bessere Lebensqualität zu sorgen. Sprechen Sie uns für weitere Informationen zu der Therapie gerne an!

Gut und bösartige Tumore bei Pferden

Wird von Tumoren gesprochen, so sollte zunächst in gut- und bösartige Tumore unterschieden werden. Gutartige Tumor stellen häufig eine weniger große Bedrohung für Ihr Pferd dar, wachsen langsamer und bringen in der Regel auch weniger Symptome mit sich. Bösartige Tumore (Krebs) hingegen sind deutlich gefährlicher und aggressiver, streuen eher auf andere Organe und können sich durch starke Symptome äußern.

Durch eine Gewebe-Entnahme, auch Biopsie genannt, kann Ihr Tierarzt feststellen, um was für eine Art Tumor es sich bei Ihrem Pferd handelt.

Unterschiedliche Tumorarten und Lokalisationen

Neben der Klassifizierung in gutartige und bösartige Tumore gibt es auch eine Vielzahl an Tumorarten. Hier wird etwa zwischen einem Karzinom, Melanom, Sarkoid, Fibrosarkom oder Lymphom unterschieden. Die Symptome, Diagnose als auch die Behandlung variieren je nach Art des Tumors. Melanome etwa werden anders behandelt als Sarkoide.

Darüber hinaus treten Tumore nicht immer nur an derselben Stelle auf. Sie können sich im Kopf, an der Haut, an den inneren Organen und vielen anderen Stellen bilden. Je nach Art und Lokalisation erschwert oder erleichtert das die Diagnose und Behandlung.

Tumorarten bei Pferden

Eine Studie aus Großbritannien, für die 964 pathologisch-histologische Berichte ausgewertet wurden, hat ergeben, dass die häufigste Tumorart bei Pferden das Equine Sarkoid ist (24% der untersuchten Fälle). Weitere häufige Tumorarten, an denen Ihr Pferd erkranken könnte, sind das Plattenepithelkarzinom (mit 19%) und das Lymphom (mit 14%). Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Pferd auch an Melanomen, Stromatumoren der Geschlechtsdrüsen und Mastzelltumoren erkranken kann. Jedoch ist die Wahrscheinlichkeit geringer als bei der zuvor genannten Tumorart.

Generell lässt sich sagen, dass unabhängig von der Rasse Ihres Pferdes, die Gefahr einer Tumorerkrankung mit dem Alter wächst.

Merkmale, bei denen bestimmte Tumore gehäuft auftraten:

  • Stuten haben ein geringeres Risiko für eine Erkrankung an Plattenepithelkarzinomen
  • Araber oder Araberkreuzungen leiden unter einer erhöhten Befallrate von Mastzellentumoren
  • Mittelgroße Pferde zeigen ein erhöhtes Erkrankungspotential für Plattenepithelkarzinome und Mastzelltumore
  • Ponys haben ein erhöhtes Risiko für Melanomerkrankungen.
  • In dieser Studie wurde das Fibrosarkom beim Pferd nicht als eine der sechs häufigsten Tumorarten identifiziert. In Deutschland wird diese Tumorart in den pathologisch-histologischen Untersuchungen häufiger beobachtet.

Die sechs häufigsten Tumorarten bei Pferden nach der englischen Untersuchung:

Tumorart

Häufigkeit

Equines Sarkoid

24%

Plattenepithelkarzinom

19%

Lymphom

14%

Melanom

6%

Stromatumor

6%

Mastzelltumor

4%

Hauttumore bei Pferden

Eine weitere Studie aus den USA zu Tumoren auf der Haut bei Pferden zeigt, dass das Equine Sarkoid, das Plattenepithelkarzinom und das Melanom die drei häufigsten Tumorarten bei Pferden sind. Dabei kommen Hauttumore, die durch UV-Strahlen entstehen, etwa zwei- bis dreimal häufiger in Colorado (US-Bundesstaat mit hoher UV-Strahlenrate) vor als in Kanada (eher geringe UV-Strahlenrate). Appaloosa und American Paint Horses sind mehr als sieben bzw. vier Mal stärker von durch UV-Strahlen induzierten Tumoren betroffen. Vollblüter zeigen eine Disposition für Lymphome und Araber für Melanome. Tumore in der Perianalgegend erweisen sich häufig als Plattenepithelkarzinome oder Melanome.

  • Appaloosa und American Paint Horse haben eine höhere Erkrankungswahrscheinlichkeit für durch UV-Strahlen verursachte Tumore.
  • Lymphomerkrankungen sind bei Vollblütern häufiger als bei anderen Rassen.
  • Bei Arabern ist die Erkrankungsratet für Melanome höher als bei anderen Rassen.

Die Behandlung von Tumoren bei Ihrem Pferd

Um einen Tumor zu behandeln, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am häufigsten wird zunächst eine Operation durchgeführt, um den Tumor zu entfernen. Da dieser durch eine OP nicht immer vollständig entfernt werden kann und so auch nicht das Risiko eines Wiederauftretens verringert wird, werden weitere Behandlungsmöglichkeiten genutzt. Darunter auch die dendritische Zelltherapie. Unsere Immuntherapie stärkt das Immunsystem Ihres Pferdes. Ziel ist es, nicht nur die Symptome, sondern auch den Tumor im Ursprung zu bekämpfen. Zudem kann durch die dendritische Zelltherapie auch die Lebensqualität der Pferde verbessert und die Lebenserwartung erhöht werden.

Durch eine dendritische Zelltherapie kann das Immunsystem Ihres Pferdes entscheidend darin gestärkt werden, den Tumor zu bekämpfen. Zudem können Sie Ihrem Pferd eine sehr belastende Chemotherapie ersparen. Außerdem können die Patienten bei dem Tierarzt ihres Vertrauens behandelt werden.

Falls Sie Fragen haben oder an einer persönlichen Beratung interessiert sind, können Sie sich an uns wenden. Das Team von PetBioCell wird Ihnen bei Ihrem Fall gerne weiterhelfen.

Tumorarten bei Pferden - Detaillinformationen

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