Neues Papillomavirus als Ursache für ein Plattenepithelkarzinom bei der Katze entdeckt

Forscher der Sydney School of Veterinary Science, Faculty of Science, University of Sydney, und der School of Life and Environmental Sciences and School of Medical Sciences, University of Sydney habe bei einer Katze ein neues Papillomavirus gefunden, das sie mit einer Erkrankung am Plattenepithelkarzinom bei Katzen in Verbindung bringen konnten:

Papillomaviren infizieren die Haut- und Schleimhautoberflächen verschiedener tierischer Wirte mit Folgen, die von asymptomatischer Besiedlung bis zu hochmalignen Epithelkarzinomen reichen. Zunehmende Untersuchungsergebnisse deuten auf eine Rolle der Papillomviren bei dem häufigsten Hautkrebsgeschehen bei dem Plattenepithelkarzinom (PEK), hin.

Zur Untersuchung gelangte eine 10 Jahre alte Katze, die ein wiederholtes Auftreten eines Plattenepithelkarzinoms im Bereich vor allem des rechten Nasenspielges zeigte. Bei der Untersuchung von Proben des befallenen Gewebes konnte  die australischen Forscher mit Hilfe der DNA-Gesamtsequenzierung ein neuartiges felines Papillomavirus in einer Nasenbiopsie bei diesem Tier identifizieren. Die Katze zeigte dabei sowohl eine Erkrankung mit einem Lymphom der Nasenhöhlen als auch ein rezidivierende Plattenepithelkarzinom mit Beeinträchtigung des Nasenplanums. Die Forschergruppe bezeichnete dieses neue Virus als den neugefundenen Virustyp Felis catus papillomavirus 6 (FcaPV6).

Quelle: Carrai C et al (2020) Identification of A Novel Papillomavirus Associated with Squamous Cell Carcinoma in A Domestic Cat,  Viruses 2020, 12(1), 124; https://doi.org/10.3390/v12010124