Gegenanzeigen

Folgende Gegenanzeigen sollten bei der dendritischen Zelltherapie beachtet werden:

  • Chemotherapie: Wird das Tier mit Chemotherapie behandelt, können nicht gleichzeitig dendritische Zelltherapien genutzt werden. Bitte kontrollieren Sie nach einer Chemotherapie zunächst die Anzahl der Leukozyten im Blut. Unter 2000 Leukozyten/µl sollte zunächst die Normalisierung der Blutbildung abgewartet werden.
    Dies gilt auch für die Metronomische Chemotherapie.
    Dagegen hat sich eine Kombination von Elektrochemotherapie mit dendritischer Zelltherapie bewährt. Hier wird als erstes Blut für die Entwicklung der dendritischen Zellen entnommen, dann die Elektrochemotherapie ausgeführt. Nach einer Woche kann dann die dendritische Zelltherapie erfolgen.
  • Gabapentindauergabe bitte kontrollieren Sie das Blutbild, auch hier kann es zu einer Leukopenie kommen, die eine dendritische Zelltherapie ausschließt.
  • Misteltherapie: sollte vor der dendritischen Zelltherapie abgesetzt werden. Durch eine Behandlung mit Dendriten und Mistelpräparaten gleichzeitig kommt es zu einer Überbeanspruchung des Immunsystems des Tieres. Es gilt: Viel (gleichzeitig) hilft nicht auch viel, sondern es kommt auf einen gezielten Abgleich der Behandlungsmethoden an. Wenn beide Therapien angewendet werden sollen, ist eine Aufeinanderfolge zu planen. Interessanterweise können Mistelpräparate oral mit der dendritischen Zelltherapie kombiniert werden
  • Leukopenie - ob es sich um eine bekannte Verringerung der Leukozyten handelt oder zum Beispiel durch eine Infektion hervorgerufen, bitte vor der Einleitung der dendritischen Zelltherapie ein Blutbild machen und den Grenzwert von mindestens 2000 Leukozyten/µl einhalten
  • Bluttransfusion: Mit der dendritischen Zelltherapie sollte nach einer Bluttransfusion erst nach einer vierwöchigen Karenzzeit begonnen werden. Diese Zeit ist notwendig, bis Spenderblutzellen aus dem Organismus entfernt sind und das eigene Blutsystem wieder aufgebaut ist. Dann ist eine regelgerechte immunologische Behandlung wieder möglich.
  • Normale Schutzimpfungen: sollten nicht während eines Behandlungszyklus stattfinden, sondern erst mit (mindestens) sechs Monaten Abstand nach der dendritischen Zelltherapie. Auch hier soll eine Überreaktion des Organismus vermieden werden. Der behandelnde Haustierarzt sollte sehr genau den notwendigen Impfschutz (z.B. für Auslandsreisen) gegen das erzielte immunologische Gleichgewicht des an einem Tumor erkrankten Tieres abwägen.
  • Trächtigkeit: Tragende Tiere dürfen nicht mit der dendritischen Zelltherapie behandelt werden. Nach der Geburt – bei dann laktierenden Tieren – ist eine Immunbehandlung normal durchführbar.
  • Zusatzstoffe/Vitamine: Eine große Anzahl an Supplementen und Präparaten mit den verschiedensten Wirkstoffen ist auf dem Markt erhältlich. Auch hier sollte die für das zu behandelnde Tier individuelle und richtige Kombination von Behandlungsmethoden, Fütterung und Zusatzstoffen ermittelt werden.

Bei Rückfragen zu den Gegenanzeigen oder der dendritischen Zelltherapie im Allgemeinen, sprechen Sie uns direkt an: 05522-9182581.