
Petbiocell ist der Spezialist für die dendritische Zelltherapie bei Tieren (Hunde, Katzen und Pferde). Wir sind Ihr Partner für Tierbesitzer und Haustierärzte. Das Unternehmen aus Osterode am Harz bietet eine innovative Immuntherapie zur Behandlung von tumor- und autoimmunerkrankten Tieren. Wir wollen gemeinsam die Lebensqualität verbessern und die Lebenserwartung erhöhen.
Und das bietet unsere Zusammenarbeit
Die Therapiebegleitung erfolgt in enger Abstimmung zwischen dem Team von PetBioCell und den behandelnden Tierärzten vor Ort, um einen stressfreien Ablauf für Sie und Ihren lieben Vierbeiner sicherzustellen.
In unserem Reinraumlabor trifft im wahrsten Sinne tägliche Praxis für erkrankte Tiere auf modernste Wissenschaft. Im stetigen Dialog mit internationalen Universitäten integrieren wir neueste Forschungsergebnisse direkt in unsere Arbeit und entwickeln gemeinsam innovative Lösungen.
Dendritische Zellen gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind hochspezialisierte Abwehrzellen („Wächter“) des Immunsystems. Mit ihren Ausläufern (Dendriten) vergrößern sie ihre Zelloberfläche und präsentieren die auf ihrer Wanderung durch den Körper aufgenommene körperfremde Stoffe (Antigene) auf ihrer Zelloberfläche. Dadurch aktivieren sie einerseits T- und B-Lymphozyten zur spezifischen Abwehr körperfremder Stoffe, andererseits steuern und kontrollieren sie die Immunantwort durch die Aktivierung von antigenspezifischen T-Regulatorzellen und die Eliminierung von T-Zellen. Seit ihrer Entdeckung (1973) werden aufgrund ihrer Schlüsselrolle im Immunsystem zellbasierte Behandlungsstrategien gegen Tumorerkrankungen kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert.
Die dendritischen Zellen werden aus dem Patientenblut gewonnen. In der Haustierarztpraxis wird von dem Patienten Blut mit größter Sorgfalt unter aseptischen Bedingungen entnommen (geschlossene Blutentnahme), um eine bakterielle Kontamination der Blutprobe zu vermeiden. Das spezialisierte Laborteam der tierärztlichen Praxis PetBioCell separiert im behördlich kontrollierten Reinraum bestimmte Blutzellen (Monozyten) aus dem Patientenblut. Anschließend werden diese in einer definierten Nährlösung in einem Brutschrank kultiviert. Innerhalb weniger Tage reifen sie zu dendritischen Zellen, die dem Patienten vom Haustierarzt mit einer Spritze in die Haut (intradermal) verabreicht werden.
Die auf körpereigenen (autologen) dendritischen Zellen basierte Immuntherapie bietet sich bei fast allen Tumorerkrankungen als therapeutische Möglichkeit an. Grundsätzlich werden durch die Tierärzte der PetBioCell alle Behandlungsoptionen (Tumorentfernung, Bestrahlung, Chemotherapie, Komplementärmedizin, etc.) und deren mögliche Kombination für die jeweilige Tumorerkrankung gründlichst beratschlagt. Im weiteren Verlauf erarbeiten sie zusammen mit dem Haustierarzt und dem Tierhalter einen Behandlungsplan, der möglichst perfekt auf die individuelle Erkrankung und Lebensumstände des Patienten zugeschnitten ist. Mit gleicher Aufmerksamkeit berät PetBioCell auch eingehend über die Prognose und die Lebenserwartung des Patienten. Wir beurteilen die Möglichkeit der Heilung. Falls keine vollständige Heilung mehr möglich ist, prüfen wir die Option, die noch verbleibende gemeinsame Zeit des Patienten mit seiner Familie in der gewohnten Umgebung zu verlängern. Dabei steht immer an oberster Stelle, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern; wir möchten Ihrem Tier wertvolle Lebenszeit schenken, aber nicht eine Lebensverlängerung um jeden Preis, die mit Leiden verbunden wäre.
PetBioCell stellt für die Immuntherapie unter Reinraumbedingungen standardisierte körpereigene (autologe) qualitätsgesicherte dendritische Zellsuspensionen aus dem Blut von tumorerkrankten Hunden, Katzen oder Pferden her. Der Haustierarzt injiziert diese autologen Zellen in das erkrankte Spendertier zurück.
PetBioCell produziert dendritische Zellen für die autologe zelluläre Immuntherapie von tumor- und autoimmunerkrankten Hunden, Katzen und Pferden.
Gemäß unserer Erfahrung ist die zellbasierte Immuntherapie eine Behandlungsoption. Bereits 2009 untersuchte eine Dissertation an der FU Berlin die Therapie equiner Sarkoide unter Verwendung dendritischer Zellen. Es wurde eine zweimalige Applikation einer Suspension aus dendritischen Zellen im Abstand von 4 Wochen durchgeführt, um eine verstärkte Immunantwort zu erreichen. Schwere lokale oder systemische Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet, die Therapie wurde als sicher bewertet.
Unser jüngstes Fallbeispiel einer erfolgreichen Sarkoid-Behandlung mit dendritischen Zellen wurde dem internationalen Fachpublikum der European Society of Veterinary Ophthalmology (ESVO), 02.-05.10.2025 als Poster präsentiert: Case Report: Treatment of periorbital equine sarcoid with autologous dendritic cell vaccine, European Society of Vet. Ophthalmology (ESVO), Ghent, BE, 02.-05.10.2025, H. Schröder, A. Merz, Tierklinik Telgte.
Seit ihrer Entdeckung im Jahr 1973 sind in der medizinischen Datenbank PubMed mehr als 90.000 wissenschaftliche Publikationen gelistet. In der Humanmedizin werden allein im Bereich der zellbasierten Immuntherapie seit etwa 15 Jahren konstant rund 1.000 Fachartikel pro Jahr veröffentlicht. Die Veterinärmedizin berichtet über dendritische Zellen bei Haustieren oder Nutztieren in etwa 150 bis 300 Artikeln.
Bei Interesse an einer ausführlichen Beratung und Durchführung der Immuntherapie mit dendritischen Zellen kontaktieren Sie die tierärztliche Praxis PetBioCell GmbH direkt:
Tel. 05522 / 918 25 81 (Mo-Fr: 08:30 – 17:00 Uhr)
E-Mail: info@petbiocell.de
Den Termin zur Blutentnahme sollten Sie nach dem Anamnese- und Beratungsgespräch mit unseren Tierärzten und nach erfolgter Absprache / Bestellung des Starterkits mit unserer persönlichen Kundenberatung vereinbaren.
Für die Tierarten ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen Kultivierungsdauer der in vitro kultivierten dendritischen Zellen die nachfolgenden Zeitpläne. Unser Team spricht alle Details mit Ihnen und Ihrem Haustierarzt ab:
PetBioCell gewährleistet, dass das Starterkit für die Blutentnahme innerhalb von 24 Stunden der Haustierarztpraxis zugestellt wird. Für den Kurier-Versand der Blutprobe stellt die Haustierarztpraxis sicher, dass der Kühlakku mindestens 24 Stunden tiefgefroren wurde.
PetBioCell beauftragt den Kurier-Dienst mit drei Sendungen:
Der Expressversand erfolgt nach einem standardisierten und validierten Protokoll innerhalb von 24 Stunden. Das Blut muss am Versandtag abgenommen und mit dem tiefgefrorenen Kühlakku transportiert werden. Jede Abweichung von dem Standardprotokoll führt zur Rückweisung der Probe bei der Eingangskontrolle durch PetBioCell.
Die sterile Herstellung der Zellsuspension im Reinraumlabor setzt voraus, dass die Blutentnahme vom Tierarzt stets mit größter Sorgfalt unter aseptischen Bedingungen durchgeführt wird. Nach gründlicher Rasur, Reinigung und Desinfektion der Punktionsstelle erfolgt die geschlossene Blutentnahme ausschließlich in die von PetBioCell bereitgestellten Monovetten mit einem gültigen Haltbarkeitsdatum. Nach der Befüllung wird die Monovette vorsichtig geschwenkt und der Stempel der Monovette an der Sollbruchstelle mit einem hörbaren „Klack“ abgebrochen.
Der validierte Expressversand zu PetBioCell erfolgt in einer standardisierten Kühlbox per Kurier. Der Kühlakku muss vor dem Versand vollständig durchgefroren sein. Bei folgenden Abweichungen wird die Blutprobe bei der Eingangskontrolle von PetBioCell zurückgewiesen: Versandzeit länger als 24 Stunden, gefrorene Blutprobe, aufgetautes Kühlelement, überschrittenes Haltbarkeitsdatum der Monovette, offene Blutentnahme, bakteriellen Kontamination in der Blutprobe.
Da bei den tumorerkrankten Tieren von einer eingeschränkten Reisetauglichkeit ausgegangen werden muss, wird die Blutentnahme und die Zellapplikation idealerweise in der Haustierarztpraxis durchgeführt. PetBioCell veranlasst die Abholung der Blutprobe in der heimatlichen Praxis und die Zustellung der dendritischen Zellsuspension zur Behandlung. Wir sind stets im engen Austausch mit der Haustierarztpraxis und dem Tierhalter, um unseren gemeinsamen Schützlingen die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.
Neun Tage (Hund, Pferd) und acht Tage (Katze) nach der Blutentnahme werden die Zellen in der Haustierarztpraxis appliziert.
Selbstverständlich ist das möglich. PetBioCell wird Ihrer Haustierarztpraxis alle relevanten Aspekte der Krankengeschichte des Patienten und die Option der Immuntherapie mit dendritischen Zellen besprechen. Auch die Durchführung der Behandlung erfolgt in enger kollegialen Zusammenarbeit zwischen der Haustierarztpraxis und der tierärztlichen Praxis PetBioCell. Sollte die Blutentnahme und Behandlung in der Haustierarztpraxis nicht möglich sein, werden wir Ihnen bereits mit uns kooperierende Tierarztpraxen in Ihrer Nähe nennen.
Am Tag der Zustellung per Expressversand in der Haustierarztpraxis werden die dendritischen Zellen in die Haut (intradermal) unter Bildung von Quaddeln injiziert. Bis zur Applikation muss die Zellsuspension im Kühlschrank gelagert werden.
Die Spritze mit der Zellsuspension muss vor der Injektion vorsichtig geschwenkt werden, damit sich die Zellen gleichmäßig in der Flüssigkeit verteilen. Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen empfehlen die Injektion dendritischer Zellen in die Haut (intradermal), so dass Quaddeln entstehen. Da die Schenkelfalte relativ unbehaart ist, empfiehlt sich das Quaddeln dieser Körperregion. Prinzipiell sind aber auch andere Körperstellen nach Scheren und Desinfektion möglich. Im Vergleich zu anderen Applikationsarten scheinen die intradermal verabreichten dendritischen Zellen eine stärkere T-Zell-Reaktionen im Lymphknoten zu induzieren. Möglicherweise erreichen nach intradermaler Wanderung nur die reifsten und damit wirksamsten dendritischen Zellen die Lymphknoten, in welchem sie die T-Lymphozyten zur Tumorabwehr stimulieren. Bei einer Injektion direkt in den Lymphknoten werden auch nicht lebensfähige und weniger reife dendritische Zellen verabreicht, die eine nur schwache T-Lymphozyten-Stimulation induzieren.
Bei Tumorerkrankungen hat sich die dreimalige Zellapplikation im monatlichen Abstand bewährt, um das Immunsystem ausreichend zu stimulieren. Anschließend wird von den Tierärzten der PetBioCell mit dem Tierhalter und der Haustierarztpraxis abgesprochen, ob eine weitere Behandlung im 3-monatigen Abstand fortgeführt wird.
Die Gespräche mit der PetBioCell Kunden- und Vertriebsberatung und unseren Tierärzten, in denen wir Vertriebs und Logistikfragen, Anamnese, Befunde, Diagnose, dendritische Zelltherapie und weitere Behandlungsoptionen für Ihren Schützling besprechen, werden nicht gesondert berechnet, sondern sind in den Herstellungskosten bereits enthalten.
Um eine umfassende Einschätzung der mit der dendritischen Zelltherapie verbundenen Kosten für Ihre Situation zu erhalten (Einzelapplikation, Zyklus mit drei Applikationen im vierwöchigen Abstand), fordern Sie bitte ein Angebot von unserer persönlichen Kundenberatung an. PetBioCell verrechnet direkt mit Ihnen die in einem behördlich überwachten Reinraumlabor durchgeführte Herstellung der autologen dendritischen Zellen und die Transporte des Starterkits, der Blutprobe und der dendritische Zellsuspension. Ergänzend rechnet Ihre Haustierarztpraxis ihre tierärztliche Leistungen (u.a. Blutentnahme, Zellapplikation) nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ab.
Die Immuntherapie mit dendritischen Zellen kann durch zusätzliche Behandlungsoptionen unterstützt werden. Dabei ist wichtig, diese mit den Tierärzten von PetBioCell abzusprechen, um deren Wirksamkeit und mögliche Auswirkungen auf die Immuntherapie abwägen zu können:
Die zellbasierte Immuntherapie gilt in Fachkreisen als für den Patienten sehr gut verträglich. In den meisten Fällen werden sie Ihrem Schützling gar nichts anmerken, mitunter beobachten sie sogar sehr zeitnah ein deutliches „Aufblühen“. Gelegentlich zeigt an den ersten beiden Tagen nach der Verabreichung der Zellsuspension eine kurzfristige Mattigkeit die Stimulation des Immunsystems an, die in sehr seltenen Fällen mit einer erhöhten Körpertemperatur einhergehen kann. Diese hält i.d.R. nur wenige Stunden an und ist mit fiebersenkenden Medikamenten gut kontrollierbar.
Ja, es gibt einige Medikamente, die nicht zeitgleich mit der dendritischen Zelltherapie verabreicht werden sollten. Dazu gehören u.a. Chemotherapeutika (außer Palladia®), Misteltherapie oder jährliche Schutzimpfungen. Nach einer Bluttransfusionen ist eine Karenzzeit erforderlich, bevor Blut für die Immuntherapie mit dendritischen Zellen entnommen werden kann.
Dies werden die Tierärzte der tierärztlichen Praxis PetBioCell ausführlich im Anamnesegespräch mit Ihnen und der Haustierarztpraxis besprechen. Die dendritische Zelltherapie in der Tiermedizin hat das Ziel, die Lebenserwartung bei hoher Lebensqualität zu verlängern, anstatt immer eine vollständige Heilung zu garantieren. In wissenschaftlichen Studien lässt sich der Behandlungserfolg durch signifikant längere Überlebenszeiten behandelter Tiere im Vergleich zu Standardtherapien retrospektiv bewerten.
Um die Wirkung der dendritischen Zelltherapie bei Ihrem Tier festzustellen, ist zunächst die Beobachtung von Körperreaktionen bedeutsam: diese treten meist innerhalb der ersten 24 – 48 Stunden auf (leichtes Fieber, Müdigkeit) und sind ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem stimuliert wurde. Anschließend werden klinische (objektive) und die Lebensqualität und den Allgemeinzustand betreffende (subjektive) Kriterien dokumentiert und bewertet. Da die Therapie darauf abzielt, das Immunsystem zu aktivieren und die Tumorlast zu kontrollieren, zeigt sich der Erfolg oft graduell.
Objektive Kriterien überwachen das Tumorwachstum und die Metastasenbildung mit bildgebenden Verfahren, dem Fehlen von postoperativen Tumorzubildungen (Rezidivfreiheit) und ggf. spezifischen Laborwerten (Tumormaker).
Tierhalter berichten subjektiv schon kurz nach den ersten Injektionen von positiven Veränderungen, die auf eine Immunaktivierung hindeuten. Der Patient wirkt munterer, zeigt mehr Spielfreude und nimmt wieder aktiver am Alltag teil (Vitalität). Er zeigt eine gesteigerte Fresslust (Appetit) als Zeichen für ein besseres Wohlbefinden. Bei postoperativer Behandlung wird eine schnelle und gute Heilungstendenz der OP-Wunde (Wundheilung) beobachtet.
Üblicherweise erfolgt die Nachkontrolle 2 – 4 Wochen nach der 3. Behandlung. In dem Zeitraum 6 – 12 Monate nach der Behandlung werden Ultraschall- und Röntgen-Untersuchen engmaschig alle 3 Monate durchgeführt. Auch hier erfolgt eine individuelle Beratung durch unser Tierärzteteam und den Haustierarzt.
Das Blutbild dient primär dazu, die allgemeine Gesundheit zu beurteilen. Viele Tumorerkrankungen sind im Blutbild nicht erkennbar. Deshalb ist es auch nur bedingt hilfreich, um den Therapieverlauf zu bewerten. Allerdings kann ein Anstieg der Lymphozyten auf eine Aktivierung des Immunsystems hindeuten; ein Absinken unter die Norm wäre hingegen ein Warnsignal für eine Schwächung. Ein sinkendes C-reaktives Protein (CRP) kann darauf hindeuten, dass tumorbedingte Entzündungsprozesse im Körper nachlassen. Deshalb wird der Therapieverlauf von unseren Tierärzten gemeinsam mit den Haustierarztpraxen mit Hilfe der aussagekräftigeren Befunde der als Goldstandard bezeichneten bildgebende Diagnostik (Ultraschall / Röntgen, MRT, CT) untersucht und beurteilt.
Gerne beraten wir Sie persönlich zu Ihrem individuellen Fall. Bitte scheuen Sie nicht, uns während unserer Öffnungszeiten zwischen 8:30 und 17:00 Uhr anzurufen, oder kontaktieren Sie uns jederzeit via E-Mail.
