Für Tierhalter

Informationen für Tierhalter

Die Therapie von PetBioCell wird von Tierärzten oft als Ergänzung zu anderen Methoden wie Operationen, Physiotherapie oder alternativen Heilmethoden gesehen. Individuelle Kombination: Die Behandlung kann allein oder begleitend zu schulmedizinischen sowie biologischen Ansätzen erfolgen. Schonendes Verfahren: Im Gegensatz zur klassischen Chemotherapie gilt sie als sehr verträglich, da sie auf autologen (körpereigenen) Zellen basiert. Lebensqualität: Der Fokus liegt nicht nur auf der Bekämpfung der Grunderkrankung, sondern auf dem Erhalt eines schmerzfreien und lebenswerten Alltags für das Tier.

Dendritische Zelltherapie

Petbiocell ist der Spezialist für die dendritische Zelltherapie bei Tieren (Hunde, Katzen und Pferde). Wir sind Ihr Partner für Tierbesitzer und Haustierärzte. Das Unternehmen aus Osterode am Harz bietet eine innovative Immuntherapie zur Behandlung von tumor- und autoimmunerkrankten Tieren. Wir wollen gemeinsam die Lebensqualität verbessern und die Lebenserwartung erhöhen.

 

Und das bietet unsere Zusammenarbeit

  • Individuelle Beratung: PetBioCell unterstützt Tierhalter durch Beratung und Therapiebegleitung, oft direkt im gewohnten Umfeld zuhause oder in Zusammenarbeit mit dem vertrauten Haustierarzt.
  • Therapieablauf: Dem Tier wird beim Haustierarzt Blut entnommen, aus dem im Reinraumlabor von PetBioCell körpereigene dendritische Zellen kultiviert werden.
  • Schonende Behandlung: Die Therapie gilt als nebenwirkungsarm und kann oft ergänzend zu anderen Behandlungsmethoden eingesetzt werden.

Die Therapiebegleitung erfolgt in enger Abstimmung zwischen dem Team von PetBioCell und den behandelnden Tierärzten vor Ort, um einen stressfreien Ablauf für Sie und Ihren lieben Vierbeiner sicherzustellen.

 

Forschung / Reinraumlabor

In unserem Reinraumlabor trifft im wahrsten Sinne tägliche Praxis für erkrankte Tiere auf modernste Wissenschaft. Im stetigen Dialog mit internationalen Universitäten integrieren wir neueste Forschungsergebnisse direkt in unsere Arbeit und entwickeln gemeinsam innovative Lösungen.

FAQ / Tumorerkrankungen

Was ist die zellbasierte Immuntherapie?

Was sind dendritische Zellen?

Dendritische Zellen gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind hochspezialisierte Abwehrzellen („Wächter“) des Immunsystems. Mit ihren Ausläufern (Dendriten) vergrößern sie ihre Zelloberfläche und präsentieren die auf ihrer Wanderung durch den Körper aufgenommene körperfremde Stoffe (Antigene) auf ihrer Zelloberfläche. Dadurch aktivieren sie einerseits T- und B-Lymphozyten zur spezifischen Abwehr körperfremder Stoffe, andererseits steuern und kontrollieren sie die Immunantwort durch die Aktivierung von antigenspezifischen T-Regulatorzellen und die Eliminierung von T-Zellen. Seit ihrer Entdeckung (1973) werden aufgrund ihrer Schlüsselrolle im Immunsystem zellbasierte Behandlungsstrategien gegen Tumorerkrankungen kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert.

Woher stammen die dendritischen Zellen?

Die dendritischen Zellen werden aus dem Patientenblut gewonnen. In der Haustierarztpraxis wird von dem Patienten Blut mit größter Sorgfalt unter aseptischen Bedingungen entnommen (geschlossene Blutentnahme), um eine bakterielle Kontamination der Blutprobe zu vermeiden. Das spezialisierte Laborteam der tierärztlichen Praxis PetBioCell separiert im behördlich kontrollierten Reinraum bestimmte Blutzellen (Monozyten) aus dem Patientenblut. Anschließend werden diese in einer definierten Nährlösung in einem Brutschrank kultiviert. Innerhalb weniger Tage reifen sie zu dendritischen Zellen, die dem Patienten vom Haustierarzt mit einer Spritze in die Haut (intradermal) verabreicht werden.

Was kann ich von der Behandlung mit dendritischen Zellen erwarten?

Die auf körpereigenen (autologen) dendritischen Zellen basierte Immuntherapie bietet sich bei fast allen Tumorerkrankungen als therapeutische Möglichkeit an. Grundsätzlich werden durch die Tierärzte der PetBioCell alle Behandlungsoptionen (Tumorentfernung, Bestrahlung, Chemotherapie, Komplementärmedizin, etc.) und deren mögliche Kombination für die jeweilige Tumorerkrankung gründlichst beratschlagt. Im weiteren Verlauf erarbeiten sie zusammen mit dem Haustierarzt und dem Tierhalter einen Behandlungsplan, der möglichst perfekt auf die individuelle Erkrankung und Lebensumstände des Patienten zugeschnitten ist. Mit gleicher Aufmerksamkeit berät PetBioCell auch eingehend über die Prognose und die Lebenserwartung des Patienten. Wir beurteilen die Möglichkeit der Heilung. Falls keine vollständige Heilung mehr möglich ist, prüfen wir die Option, die noch verbleibende gemeinsame Zeit des Patienten mit seiner Familie in der gewohnten Umgebung zu verlängern. Dabei steht immer an oberster Stelle, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern; wir möchten Ihrem Tier wertvolle Lebenszeit schenken, aber nicht eine Lebensverlängerung um jeden Preis, die mit Leiden verbunden wäre.

Welche Tierarten werden behandelt?

PetBioCell stellt für die Immuntherapie unter Reinraumbedingungen standardisierte körpereigene (autologe) qualitätsgesicherte dendritische Zellsuspensionen aus dem Blut von tumorerkrankten Hunden,  Katzen oder Pferden her. Der Haustierarzt injiziert diese autologen Zellen in das erkrankte Spendertier zurück.

Für welche Erkrankungen werden dendritischen Zellen therapeutisch eingesetzt?

PetBioCell produziert dendritische Zellen für die autologe zelluläre Immuntherapie von tumor- und autoimmunerkrankten Hunden, Katzen und Pferden.

Kann das equine Sarkoid mit dendritischen Zellen behandelt werden?

Gemäß unserer Erfahrung ist die zellbasierte Immuntherapie eine Behandlungsoption. Bereits 2009 untersuchte eine Dissertation an der FU Berlin die Therapie equiner Sarkoide unter Verwendung dendritischer Zellen. Es wurde eine zweimalige Applikation einer Suspension aus dendritischen Zellen im Abstand von 4 Wochen durchgeführt, um eine verstärkte Immunantwort zu erreichen. Schwere lokale oder systemische Nebenwirkungen wurden nicht beobachtet, die Therapie wurde als sicher bewertet.

 

Unser jüngstes Fallbeispiel einer erfolgreichen Sarkoid-Behandlung mit dendritischen Zellen wurde dem internationalen Fachpublikum der European Society of Veterinary Ophthalmology (ESVO), 02.-05.10.2025 als Poster präsentiert:  Case Report: Treatment of periorbital equine sarcoid with autologous dendritic cell vaccine, European Society of Vet. Ophthalmology (ESVO), Ghent, BE, 02.-05.10.2025, H. Schröder, A. Merz, Tierklinik Telgte.

Was sind die Vorteile der zellbasierten autologen Immuntherapie im Vergleich zur Anwendung von Chemotherapeutika oder Bestrahlung?

  • Die zellbasierte Immuntherapie erfordert lediglich die Blutentnahme und Zellapplikation. Diese sehr schonenden Eingriffe am Tier gelten für alle Tumorerkrankung und können in der Haustierarztpraxis oder in der gewohnten Umgebung zu Hause durchgeführt werden.
  • Die dendritischen Zellen wirken sehr zielgenau (präzise), indem sie spezifische Merkmale (Antigene) der Tumorzellen den körpereigenen T-Zellen präsentieren, welche dann gezielt nur den Tumor angreifen. Im Vergleich wirken Chemo- und Strahlentherapie systemisch und somit weniger präzise. In der Folge wirken Chemotherapeutika auch auf andere sich schnell teilende Zellen (Haarfollikel, Schleimhäute). Die Strahlentherapie unterscheidet nicht zwischen Tumor- und dem benachbarten gesunden Gewebe.
  • Nebenwirkungen werden durch dendritische Zellen kaum verursacht. Manchmal reagiert der Patient kurzzeitig mit erhöhter Körpertemperatur und Abgeschlagenheit, die anzeigen, dass das Immunsystem aktiviert ist.
  • Die dendritischen Zellen wirken nicht nur kurzfristig zum Zeitpunkt der Behandlung, sondern induzieren eine immunologisches „Gedächtnis“, das auch später auftretende Krebszellen erkennen und bekämpfen kann (Rezidivprophylaxe).
  • Die Anwendung der Therapie mit dendritischen Zellen kann mit der Chemo- und Strahlentherapie zeitversetzt kombiniert werden. Eine zeitgleiche Behandlung wird nicht empfohlen.

Wieviel wissenschaftliche Veröffentlichungen über dendritische Zellen erscheinen jährlich?

Seit ihrer Entdeckung im Jahr 1973 sind in der medizinischen Datenbank PubMed mehr als 90.000 wissenschaftliche Publikationen gelistet. In der Humanmedizin werden allein im Bereich der zellbasierten Immuntherapie seit etwa 15 Jahren konstant rund 1.000 Fachartikel pro Jahr veröffentlicht. Die Veterinärmedizin berichtet über dendritische Zellen bei Haustieren oder Nutztieren in etwa 150 bis 300 Artikeln.

Wie organisiere ich die Behandlung?

Welche Unterlagen von meinem Tier werden für die Entscheidung und Durchführung der zellbasierten Immuntherapie benötigt?

  • Vorbericht zum Krankheitsverlauf und der bisherigen Behandlung
  • Weiterführende Untersuchungen und Dokumentation, u.a. Laborbefunde, histologisches / pathologisches Ergebnis, bildgebende Verfahren (Ultraschall, Röntgen, CT, MRT, Fotos)
  • Dokumente können per E-Mail an info@petbiocell.de geschickt werden.

Wie beauftrage ich die Durchführung der Immuntherapie?

Bei Interesse an einer ausführlichen Beratung und Durchführung der Immuntherapie mit dendritischen Zellen kontaktieren Sie die tierärztliche Praxis PetBioCell GmbH direkt:

 

Tel.  05522 / 918 25 81 (Mo-Fr: 08:30 – 17:00 Uhr)

E-Mail: info@petbiocell.de

Wann sollte ich einen Termin zur Blutentnahme machen?

Den Termin zur Blutentnahme sollten Sie nach dem Anamnese- und Beratungsgespräch mit unseren Tierärzten und nach erfolgter Absprache / Bestellung des Starterkits mit unserer persönlichen Kundenberatung  vereinbaren.

Wann sind Blutentnahmen generell organisatorisch möglich?

Für die Tierarten ergeben sich aufgrund der unterschiedlichen Kultivierungsdauer der in vitro kultivierten dendritischen Zellen die nachfolgenden Zeitpläne. Unser Team spricht alle Details mit Ihnen und Ihrem Haustierarzt ab:

  • Bei Hund und Pferd erfolgt die Blutentnahme und Einsendung am Montag, Dienstag oder Mittwoch. Die Zellapplikation folgt 9 Tage nach der Blutentnahme, d. h. entsprechend am Mittwoch, Donnerstag oder Freitag der folgenden Woche.
  • Bei der Katze findet die Blutentnahme und Einsendung am Montag, Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag statt. Die Zellapplikation geschieht 8 Tage nach der Blutentnahme, d. h. entsprechend am Dienstag, Mittwoch, Donnerstag oder Freitag der folgenden Woche.

Wie lange dauert es, bis das Starterkit bei meinem Tierarzt ist?

PetBioCell gewährleistet, dass das Starterkit für die Blutentnahme innerhalb von 24 Stunden der Haustierarztpraxis zugestellt wird. Für den Kurier-Versand der Blutprobe stellt die Haustierarztpraxis sicher, dass der Kühlakku mindestens 24 Stunden tiefgefroren wurde.

Wie erfolgt der Versand von Blut ?

PetBioCell beauftragt den Kurier-Dienst mit drei Sendungen:

  • Komplettes Set für die Blutentnahme (Starterkit) (PetBioCell → Haustierarzt)
  • Expressversand der Blutprobe (Haustierarzt → PetBioCell)
  • Expressversand der Zellsuspension (PetBioCell → Haustierarzt)

Der Expressversand erfolgt nach einem standardisierten und validierten Protokoll innerhalb von 24 Stunden. Das Blut muss am Versandtag abgenommen und mit dem tiefgefrorenen Kühlakku transportiert werden. Jede Abweichung von dem Standardprotokoll führt zur Rückweisung der Probe bei der Eingangskontrolle durch PetBioCell.

Was muss bei der Blutentnahme und dem Versand der Blutprobe beachtet werden?

Die sterile Herstellung der Zellsuspension im Reinraumlabor setzt voraus, dass die Blutentnahme vom Tierarzt stets mit größter Sorgfalt unter aseptischen Bedingungen durchgeführt wird. Nach gründlicher Rasur, Reinigung und Desinfektion der Punktionsstelle erfolgt die geschlossene Blutentnahme ausschließlich in die von PetBioCell bereitgestellten Monovetten mit einem gültigen Haltbarkeitsdatum.  Nach der Befüllung wird die Monovette vorsichtig geschwenkt und der Stempel der Monovette an der Sollbruchstelle mit einem hörbaren „Klack“ abgebrochen.

 

Der validierte Expressversand zu PetBioCell erfolgt in einer standardisierten Kühlbox per Kurier. Der Kühlakku muss vor dem Versand vollständig durchgefroren sein. Bei folgenden Abweichungen wird die Blutprobe bei der Eingangskontrolle von PetBioCell zurückgewiesen: Versandzeit länger als 24 Stunden, gefrorene Blutprobe, aufgetautes Kühlelement, überschrittenes Haltbarkeitsdatum der Monovette, offene Blutentnahme, bakteriellen Kontamination in der Blutprobe.

Kann mein Haustierarzt die Zellsuspension verabreichen?

Da bei den tumorerkrankten Tieren von einer eingeschränkten Reisetauglichkeit ausgegangen werden muss, wird die Blutentnahme und die Zellapplikation idealerweise in der Haustierarztpraxis durchgeführt. PetBioCell veranlasst die Abholung der Blutprobe in der heimatlichen Praxis und die Zustellung der dendritischen Zellsuspension zur Behandlung. Wir sind stets im engen Austausch mit der Haustierarztpraxis und dem Tierhalter, um unseren gemeinsamen Schützlingen die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

Wie lange dauert es, bis die Zellen bei meinem Tierarzt sind?

Neun Tage (Hund, Pferd) und acht Tage (Katze) nach der Blutentnahme werden die Zellen in der Haustierarztpraxis appliziert.

Mein Tierarzt kennt die Therapie nicht, kann ich die Therapie trotzdem bei ihm durchführen lassen?

Selbstverständlich ist das möglich. PetBioCell wird Ihrer Haustierarztpraxis alle relevanten Aspekte der Krankengeschichte des Patienten und die Option der Immuntherapie mit dendritischen Zellen besprechen. Auch die Durchführung der Behandlung erfolgt in enger kollegialen Zusammenarbeit zwischen der Haustierarztpraxis und der tierärztlichen Praxis PetBioCell. Sollte die Blutentnahme und Behandlung in der Haustierarztpraxis nicht möglich sein, werden wir Ihnen bereits mit uns kooperierende Tierarztpraxen in Ihrer Nähe nennen.

Wann soll die Applikation der Zellsuspension erfolgen?

Am Tag der Zustellung per Expressversand in der Haustierarztpraxis werden die dendritischen Zellen in die Haut (intradermal) unter Bildung von Quaddeln injiziert. Bis zur Applikation muss die Zellsuspension im Kühlschrank gelagert werden.

Wie und wohin werden die dendritischen Zellen verabreicht?

Die Spritze mit der Zellsuspension muss vor der Injektion vorsichtig geschwenkt werden, damit sich die  Zellen gleichmäßig in der Flüssigkeit verteilen. Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen empfehlen die Injektion dendritischer Zellen in die Haut (intradermal), so dass Quaddeln entstehen. Da die Schenkelfalte relativ unbehaart ist, empfiehlt sich das Quaddeln dieser Körperregion. Prinzipiell sind aber auch andere Körperstellen nach Scheren und Desinfektion möglich. Im Vergleich zu anderen Applikationsarten scheinen die intradermal verabreichten dendritischen Zellen eine stärkere T-Zell-Reaktionen im Lymphknoten zu induzieren. Möglicherweise erreichen nach intradermaler Wanderung nur die reifsten und damit wirksamsten dendritischen Zellen die Lymphknoten, in welchem sie die T-Lymphozyten zur Tumorabwehr stimulieren. Bei einer Injektion direkt in den Lymphknoten werden auch nicht lebensfähige und weniger reife dendritische Zellen verabreicht, die eine nur schwache T-Lymphozyten-Stimulation induzieren.

Wie oft werden die dendritischen Zellen appliziert?

Bei Tumorerkrankungen hat sich die dreimalige Zellapplikation im monatlichen Abstand bewährt, um das Immunsystem ausreichend zu stimulieren. Anschließend wird von den Tierärzten der PetBioCell mit dem Tierhalter und der Haustierarztpraxis abgesprochen, ob eine weitere Behandlung im 3-monatigen Abstand fortgeführt wird.

Was kostet mich das persönliche Beratungsgespräch?

Die Gespräche mit der PetBioCell Kunden- und Vertriebsberatung und unseren Tierärzten, in denen wir Vertriebs und Logistikfragen, Anamnese, Befunde, Diagnose, dendritische Zelltherapie und weitere Behandlungsoptionen für Ihren Schützling besprechen, werden nicht gesondert berechnet, sondern sind in den Herstellungskosten bereits enthalten.

Was kostet die Therapie?

Um eine umfassende Einschätzung der mit der dendritischen Zelltherapie verbundenen Kosten für Ihre Situation zu erhalten (Einzelapplikation, Zyklus mit drei Applikationen im vierwöchigen Abstand), fordern Sie bitte ein Angebot von unserer persönlichen Kundenberatung an. PetBioCell verrechnet direkt mit Ihnen die in einem behördlich überwachten Reinraumlabor durchgeführte Herstellung der autologen dendritischen Zellen und die Transporte des Starterkits, der Blutprobe und der dendritische Zellsuspension. Ergänzend rechnet Ihre Haustierarztpraxis ihre tierärztliche Leistungen (u.a. Blutentnahme, Zellapplikation) nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ab.

Was geschieht nach der Behandlung?

Welche Behandlungsmethoden können zusätzlich durchgeführt werden?

Die Immuntherapie mit dendritischen Zellen kann durch zusätzliche Behandlungsoptionen unterstützt werden. Dabei ist wichtig, diese mit den Tierärzten von PetBioCell abzusprechen, um deren Wirksamkeit und mögliche Auswirkungen auf die Immuntherapie abwägen zu können:

  • Medikamentengaben, u.a. Entzündungshemmer, Antibiotika, Schmerzmittel, Infusionen.
  • Strahlentherapie kann mit der Zelltherapie zeitlich versetzt kombiniert werden.
  • Chemotherapie kann nicht zeitgleich mit der Immuntherapie durchgeführt werden.
  • naturheilkundliche Verfahren wie Akupunktur, Homöopathie oder Homotoxikologie können begleitend angewandt werden.
  • Die Ernährung des Patienten sollte besprochen und ggf. angepasst werden. Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf den Stoffwechsel des Patienten und somit auch auf die Eigenschaften des Immunsystems.

Welche Nebenwirkungen der Immuntherapie mit dendritischen Zellen können auftreten?

Die zellbasierte Immuntherapie gilt in Fachkreisen als für den Patienten sehr gut verträglich. In den meisten Fällen werden sie Ihrem Schützling gar nichts anmerken, mitunter beobachten sie sogar sehr zeitnah ein deutliches „Aufblühen“. Gelegentlich zeigt an den ersten beiden Tagen nach der Verabreichung der Zellsuspension eine kurzfristige Mattigkeit die Stimulation des Immunsystems an, die in sehr seltenen Fällen mit einer erhöhten Körpertemperatur einhergehen kann. Diese hält i.d.R. nur wenige Stunden an und ist mit fiebersenkenden Medikamenten gut kontrollierbar.

Gibt es Medikamente, die ich während der Immuntherapie nicht geben darf?

Ja, es gibt einige Medikamente, die nicht zeitgleich mit der dendritischen Zelltherapie verabreicht werden sollten. Dazu gehören u.a. Chemotherapeutika (außer Palladia®), Misteltherapie oder jährliche Schutzimpfungen. Nach einer Bluttransfusionen ist eine Karenzzeit erforderlich, bevor Blut für die Immuntherapie mit dendritischen Zellen entnommen werden kann.

Wie kann ich feststellen, ob die Therapie anschlägt?

Dies werden die Tierärzte der tierärztlichen Praxis PetBioCell ausführlich im Anamnesegespräch mit Ihnen und der Haustierarztpraxis besprechen. Die dendritische Zelltherapie in der Tiermedizin hat das Ziel, die Lebenserwartung bei hoher Lebensqualität zu verlängern, anstatt immer eine vollständige Heilung zu garantieren. In wissenschaftlichen Studien lässt sich der Behandlungserfolg durch signifikant längere Überlebenszeiten behandelter Tiere im Vergleich zu Standardtherapien retrospektiv bewerten.

Um die Wirkung der dendritischen Zelltherapie bei Ihrem Tier festzustellen, ist zunächst die Beobachtung von Körperreaktionen bedeutsam: diese treten meist innerhalb der ersten 24 – 48 Stunden auf (leichtes Fieber, Müdigkeit) und sind ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem stimuliert wurde. Anschließend werden klinische (objektive) und die Lebensqualität und den Allgemeinzustand betreffende (subjektive) Kriterien dokumentiert und bewertet. Da die Therapie darauf abzielt, das Immunsystem zu aktivieren und die Tumorlast zu kontrollieren, zeigt sich der Erfolg oft graduell.

 

Objektive Kriterien überwachen das Tumorwachstum und die Metastasenbildung mit bildgebenden Verfahren, dem Fehlen von postoperativen Tumorzubildungen (Rezidivfreiheit) und ggf. spezifischen Laborwerten (Tumormaker).

 

Tierhalter berichten subjektiv schon kurz nach den ersten Injektionen von positiven Veränderungen, die auf eine Immunaktivierung hindeuten. Der Patient wirkt munterer, zeigt mehr Spielfreude und nimmt wieder aktiver am Alltag teil (Vitalität). Er zeigt eine gesteigerte Fresslust (Appetit) als Zeichen für ein besseres Wohlbefinden. Bei postoperativer Behandlung wird eine schnelle und gute Heilungstendenz der OP-Wunde (Wundheilung) beobachtet.

Wann werden die Nachkontrollen gemacht?

Üblicherweise erfolgt die Nachkontrolle 2 – 4 Wochen nach der 3. Behandlung. In dem Zeitraum 6 – 12 Monate nach der Behandlung werden Ultraschall- und Röntgen-Untersuchen engmaschig alle 3 Monate durchgeführt. Auch hier erfolgt eine individuelle Beratung durch unser Tierärzteteam und den Haustierarzt.

Kann ich am Blutbild sehen, ob die Therapie wirkt?

Das Blutbild dient primär dazu, die allgemeine Gesundheit zu beurteilen. Viele Tumorerkrankungen sind im Blutbild nicht erkennbar. Deshalb ist es auch nur bedingt hilfreich, um den Therapieverlauf zu bewerten. Allerdings kann ein Anstieg der Lymphozyten auf eine Aktivierung des Immunsystems hindeuten; ein Absinken unter die Norm wäre hingegen ein Warnsignal für eine Schwächung. Ein sinkendes C-reaktives Protein (CRP) kann darauf hindeuten, dass tumorbedingte Entzündungsprozesse im Körper nachlassen. Deshalb wird der Therapieverlauf von unseren Tierärzten gemeinsam mit den Haustierarztpraxen mit Hilfe der aussagekräftigeren Befunde der als Goldstandard bezeichneten bildgebende Diagnostik (Ultraschall / Röntgen, MRT, CT) untersucht und beurteilt.

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