Analdrüsentumor beim Hund

Die Analdrüsen oder Analbeutel sind Duftdrüsen, die sich bei Hunden und Katzen paarig seitlich am After befinden. Sie sind umgestaltete Schweißdrüsen (apokrine Drüsen) der Haut und produzieren ein bräunlich-graues teigiges, häufig übelriechendes Sekret. Dieses wird unwillkürlich in kleinen Abschnitten zur Markierung mit dem Kot abgegeben.

Verstopft diese Abgabe von Analdrüsensekret kommt es zu den gefürchteten und sehr schmerzhaften Analdrüsenentzündungen und folgend mit eitrig-blutigem Sekret nach außen aufbrechenden Analbeutelfisteln.

Ursache des Analdrüsenkrebses beim Hund

Eine tumoröse Veränderung der Analdrüsen wird häufig beobachtet. Dabei entsteht zunächst eine kleine knotige Veränderung meist einer Analdrüse, die häufig nicht bemerkt wird. Es können Tumoren zwischen 1 und 10 cm Größe gefunden werden. Zunächst wird häufig eine Entzündung der Analdrüse angenommen. Erst, wenn das Tumorgewebe weiter wächst, kommt es zu Krankheitserscheinungen. Die Erkrankung dann bemerkt.

 

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Tumorarten des Analdrüsentumors

Normalerweise werden bei der Untersuchung der tumorösen Veränderungen Adenokarzinome gefunden. Diese können in unterschiedlichem Gewebemuster gefunden werden. Deshalb sollte eine genaue Untersuchung des entfernten Tumorgewebes durchgeführt werden. Die schlechteste Prognose hatte nach Pradel et al ein Adenokarzinom der Analdrüse, das solide gewachsen war und eine mäßige bis deutliche Infiltration (Einwanderung) in die Tumorumgebung hat. Auch eine Gewebsnekrose - also abgestorbenes Gewebe - in diesem Bereich und ein Einbruch in die Lymphgefäße zeigte eine schlechtere Prognose für die Tiere.

Metastasierung des Analdrüsentumors

Die Metastasierung der Tumore der Analbeutel ist eine schwere Komplikation der Erkrankung. Pradel et al berichten, dass über 60 % der Tumoren bei der Operation nicht im Gesunden entfernt werden. Deshalb waren bei vielen Hunden die Tumorgewebe in die Umgebung eingewuchert. Bei der Untersuchung wurden 22 männliche und 17 weibliche Tiere mit Analdrüsentumor betrachtet. Die mittlere Erkrankungszeit war 9,8 Jahre. Es wurden vor allem Cocker Spaniel und Labradore als erkrankt gefunden. Darüber hinaus Border Collies, Cavalier King Charles Spaniel und jeweils ein Boxer, English Springer Spaniel, Deutscher Schäferhund und Sibirian Husky.

Symptome des Analdrüsentumors beim Hund

Die ersten Anzeichen für einen Tumor der Analdrüsen sind für den Besitzer wahrscheinlich kaum zu erkennen. Der Hund wird sich eventuell etwas vorsichtiger benehmen, da er Schmerzen und Druck im Analbereich verspürt. Vergrößert sich der Tumor des Analbeutels weiter kommt es zu sich steigernden Schwierigkeiten beim Kotabsatz durch eine Einengung des Analbereiches. Gleichzeitig können durch die Bildung von Metastasen Veränderungen im sogenannten kleinen Becken an Lymphknoten, aber auch den Knochen entstehen mit entsprechenden Folgen.

Der Tierarzt muss nach dieser Symptomatik entscheiden, ob die Analdrüsen die Ursache der Erkrankung sind. Bei einer eindeutigen Veränderung einer Analdrüse wird er die Diagnose Analdrüsentumor durch eine Biopsie des Gewebes versuchen zu sichern.

Ein Hinweis auf eine Tumorveränderung der Analdrüsen kann eine Erhöhung des Kalziumwertes im Blut, eine sogenannte Hyperkalzämie sein. Beim Auftreten einer solchen Blutwertveränderung sollte auf jeden Fall sorgfältig die Analdrüsenregion untersucht werden.

Als mögliche andere Ursachen für ein Schmerzgeschehen im Analbereich kommen allerdings auch Erkrankungen des Enddarmes (Entzündungen, Tumorerkrankungen, Strikturen), der Blase und auch bei männlichen Tieren der Prostata in Frage.

Auch die sogenannten Hilfsduftdrüsen (Perianaldrüsen – akzessorische Drüsen) in der Umgebung der Analrosette können sowohl gut- als auch bösartige Tumoren hervorbringen.

Behandlung des Analdrüsentumors beim Hund

Ziel der Behandlung sollte die Entfernung des Analdrüsentumors sein. Dies ist sicher möglich, wenn die Veränderungen nicht zu ausgeprägt und in die Peripherie gewuchert sind. Damit sind aber die häufig bereits vorhandenen Metastasen noch nicht behandelt.

Hier könnte die immunologische Behandlung mit dendritischen Zellen eine deutliche Hilfe sein, da sie gegen die Metastasierung eingesetzt werden kann. Das PetBioCell-Team berät Sie gern.

Darüber hinaus kann die dendritische Zelltherapie auch eingesetzt werden, wenn der Tumor nicht mit ausreichendem Sicherheitsabstand im gesunden Gewebe entfernt werden konnte.

Quelle:

Pradel J et al. Prognostic significance of histopathology in canine anal sac gland adenocarcinomas: Preliminary results in a retrospective study of 39 cases. Vet Comp Oncol. 2018 Dec;16(4):518-528

 

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