Gesäugetumor bei der Katze

Der Gesäugetumor bei der Katze wird auch Mammatumor genannt. Er kommt vorwiegend bei weiblichen Katzen vor. Dabei handelt es sich um die unkontrollierte Vermehrung und Entartung von Zellen in der Milchdrüse. In der Regel sind Gesäugetumore bei Katzen bösartig.

Vorkommen

Ein Tumor am Gesäuge kommt bei Katzen im Vergleich zu anderen Tieren eher selten vor. Dennoch ist ein Gesäugetumor bei weiblichen Katzen die dritthäufigste Krebsart. Er tritt überwiegend bei Katzen ab dem mittleren Alter auf. Häufig sind unkastrierte oder erst sehr spät kastrierte Katzen von einem Gesäugetumor betroffen, da Hormone einen Einfluss auf die Entstehung von Tumoren am Gesäuge haben. In bis zu 95% der Fälle sind Mammatumore bei der Katze bösartig und aggressiv.

Symptome

Zunächst bilden sich im Bereich des Gesäuges meist kleine Knoten. Diese Knoten können einzeln oder multipel, also vermehrt, auftreten. Sie sind oft fester als das umliegende Gewebe und lassen sich daher in der Regel ertasten. Über die Hälfte der betroffenen Tiere weist mehr als einen Gesäugetumor auf. Gesäugetumore können unterschiedlich schnell wachsen. Auch die regionalen Lymphknoten sind oft geschwollen. Weitere Symptome eines Tumors am Gesäuge der Katze können eine schlechte Wundheilung, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Fieber, Apathie und Schmerzen sein.

Diagnose

Eine finale Diagnose kann nur von einem Tierarzt gestellt werden. Nach Abklärung der allgemeinen Krankengeschichte wird meist eine Allgemeinuntersuchung durchgeführt, um andere Erkrankungen auszuschließen. Letztendlich gibt aber nur eine Biopsie, also die Entnahme von Gewebeproben des verdächtigen Gewebes mit anschließender Untersuchung, wirklich Aufschluss über die Krankheit. Kommt es zu einer Diagnose des Gesäugetumors, werden häufig noch weitere Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, ob sich bereits Metastasen gebildet haben.

Behandlung

Die Therapie der Wahl bei Mammatumoren (Gesäugetumoren) ist die vollständige, operative Entfernung des Tumors und des umliegenden Gewebes. Je nach Fortschritt der Krebs-Erkrankung werden teilweise auch die regionalen Lymphknoten entfernt. Da der Gesäugetumor für seine Aggressivität bekannt ist, wird bei vielen Katzen die gesamte Milchleiste entfernt, um einem Rezidiv (Wiederauftreten der Tumore) entgegenzuwirken. Für eine bessere Prognose können nach der OP noch zusätzliche Behandlungsmaßnahmen ergriffen werden. Möglich ist zum Beispiel eine Chemotherapie. Auch die dendritische Zelltherapie kann bei der Katze angewendet werden, um die Lebensqualität zu verbessern und die Lebenserwartung zu erhöhen. Besprechen Sie die Möglichkeiten, die Sie und Ihre Katze haben, bitte sowohl mit Ihrem Tierarzt als auch mit einem Onkologen.

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