Melanom bei der Katze

Das maligne Melanom ist eine bösartige Tumorart bei der Katze und gilt als die am häufigsten tödlich verlaufende Hautkrankheit. Es neigt dazu, schnell Metastasen zu bilden, also sich auf umliegendes Gewebe und andere Organe auszubreiten. Rund 5-7% aller Hauttumore sind Melanome, also Krebs.

Vorkommen

Bisher wurde keine Rassendisposition bei dem malignen Melanom bei der Katze erkannt. Es lässt sich jedoch sagen, dass häufiger dunkelhaarige als hellhaarige Katzen an einem Melanom erkranken.

 

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Lokalisation

Melanome bilden sich oft an den Gliedmaßen, im Kopfbereich und am Rumpf. Kater können außerdem von bösartigen Tumoren am Hodensack betroffen sein. Darüber hinaus ist das maligne Melanom bei der Katze vorwiegend an folgenden Partien zu finden:


  • Übergang zwischen Haut und Mundschleimhaut
  • Maulhöhle
  • Auge (außen und innen)
  • Zehen

Symptome

Das maligne Melanom zeichnet sich besonders durch sein schnelles Wachstum aus. Gutartige Tumore der Haut wachsen in der Regel sehr viel langsamer. Außerdem sind diese im Gegensatz zu dem malignen Melanom besser abgegrenzt. Melanome sind meist schlecht abgegrenzt und können große Schmerzen verursachen.

Diagnose

Eine finale Diagnose kann nur durch einen Tierarzt gestellt werden. Zunächst liegt es jedoch bei dem Tierbesitzer, die auffällige(n) Hautstelle(n) zu bemerken und zu untersuchen. Die genauere Untersuchung dieser Auffälligkeiten liegt beim Tierarzt. Durch die Entnahme von Gewebeproben kann er das betroffene Gewebe untersuchen und feststellen, ob sich tumoröse Zellen darin befinden. Die endgültige Diagnose, dass es sich um ein malignes Melanom handelt und in welchem Stadium sich dieses befindet, ist ausschlaggebend für die Prognose und Behandlung der Katze.

Behandlung

Die Therapie der Wahl ist eine Operation. Durch die OP kann der Tumor entfernt und eine Ausbreitung des Melanoms verhindert werden. Die operative Entfernung des Tumors ist jedoch nur dann vielversprechend, wenn dieser frühzeitig diagnostiziert wurde. Behandlungsmethoden wie die Chemotherapie gelten als wenig vielversprechend bei einem malignen Melanom.

Dendritische Zelltherapie

Um das maligne Melanom bei der Katze zu behandeln, kann die dendritische Zelltherapie eingesetzt werden. Durch die Behandlung mit körpereigenen Zellen wird versucht, das Immunsystem des Tieres wieder aufzubauen und zum eigenständigen Kampf gegen die Tumorzellen anzuregen. Des Weiteren kann durch die dendritische Zelltherapie die Lebenserwartung der Katze erhöht und die Lebensqualität verbessert werden.

Die sogenannte Liquid Biopsy bei Iris Melanomen der Katze

Das Melanom ist der am häufigsten vorkommende Tumor im Auge der Katzen. In einem aktuell erschienenen wissenschaftlichen Artikel im Journal of Feline Medicine and Surgery berichten Wissenschaftler der Vetmeduni Wien über erste Erfahrungen mit der Untersuchung der sogenannten zirkulierenden zellfreien DNA bei Melanomen der Iris oder andererseits von melanomtragenden, gutartigen Veränderungen an der Iris (sogenannten Naevi) von Katzen. Ziel der Untersuchung war es, herauszufinden, ob man bereits im Blut vor einer Operation des Auges Hinweise auf die Bösartigkeit der Veränderung an der Iris finden könnte.

Warum wird nach zirkulierender zellfreier DNA im Blut gesucht

In der Humanmedizin werden inzwischen bei Tumorpatienten immer häufiger Blutproben in speziellen Verfahren untersucht, um Tumorzellen oder auch frei zirkulierende Tumorfragenente aufzufinden und dadurch Hinweise auf eine noch vorhandene oder wieder zurückkehrende Belastung mit einem Tumor oder auch einer Metastasierung frühzeitig zu erkennen und dann schnellstmöglich gegensteuern zu können. Für diese Untersuchungsform hat sich der Begriff "Liquid Biopsy" eingebürgert.

Ergebnisse bei den Katzen nicht zielführend

Bei den an einer melanotischen Veränderung der Iris leidenden Katzen (34 hatten ein Melanom, 30 nur einen sogenannten gutartigen Naevus der Iris) wie auch bei den untersuchten 32 gesunden Katzen konnten im Blut keine Unterschiede hinsichtlich zirkulierender zellfreier DNA gefunden werden. Das bedeutet für Tierarzt und Besitzer, dass mit Hilfe der Liquid Biopsy zur Zeit keine Aussage zur Bösartigkeit des Krankheitsprozesses im Auge möglich ist.

Quelle:
Rushton et al. (2019): Circulating cell-free DNA does not harbour a diagnostic benefit in cats with feline diffuse iris melanomas. J Feline Med Surg. Feb;21(2):124-132.

 

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