Aufklärung Behandlung mit der autologen dendritischen Zelltherapie

Sehr geehrter Tierhalter,

bitte lesen Sie vor Beginn der Behandlung mit der dendritischen Zelltherapie und insbesondere vor der ersten Blutentnahme diesen Text sorgfältig durch.

Bei Untersuchungen wurde bei Ihrem Tier eine schwere Erkrankung festgestellt.

Krankheitsfolgen und Behandlungsmöglichkeiten

Diese Erkrankung kann Ihrem Tier erhebliche Beschwerden verursachen.

Ihr Tier wurde bereits ausführlich untersucht und ggf. behandelt.

Vorgesehene Behandlung mit autologen dendritischen Zellen

Es besteht die Hoffnung, dass eine neue Behandlungsmethode bei Ihrem Haustier die Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten (Rezidiv) oder Streuen (Metastasen) der Erkrankung reduzieren kann.

Es bestehen gewisse Anhaltspunkte und Erfahrungen, dass eine Behandlung mit autologen (also aus Zellen von Ihrem Tier selbst hergestellten) dendritischen Zellen (also bestimmten Zellen des Immunsystems) die Wahrscheinlichkeit für ein Rezidiv oder Metastasierung verringern und seine Lebenszeit verlängern kann.

Herr Dr. med. vet. Thomas Grammel, Osterode, führt bereits seit über 18 Jahren die Behandlung mit der autologen dendritischen Zelltherapie durch und ermöglicht diese Behandlung auch anderen Tierärzten. Das Arzneimittel ist nicht von der zuständigen Bundesoberbehörde zugelassen, sodass es nicht verkehrsfähig ist. Dies bedeutet aber nicht, dass das nicht zugelassene Arzneimittel nicht zur Behandlung im Einzelfall eingesetzt werden darf. Es besteht – auch ohne Zulassung – die Möglichkeit der Behandlung Ihres Tieres.

Risiken und mögliche Komplikationen

Die Behandlung mit dendritischen Zellen ist eine relativ neue Methode und keine allgemein eingeführte oder gar allseits anerkannte Standardmethode. Die mit dieser neuen Methode verbundenen Risiken sind neu und nicht abschließend geklärt. Unbekannte Risiken können daher nicht ausgeschlossen werden. Die Gefahren sind nicht in jeder Hinsicht bekannt.

Es ist bekannt, dass eine Behandlung mit autologen dendritischen Tierzellen zu folgenden Komplikationen führen können:

  • Leichtes Fieber oder Schüttelfrost
  • bei vorhandenem Resttumor: Fistelbildung an der Stelle des Tumors / OP-Bereichs

PetBioCell erhält vorhandene Krankenunterlagen und darf diese ggf. vom behandelnden Tierarzt anfordern. Weiter wird vom Besitzer oder Haustierarzt zum weiteren Krankheits- oder Gesundheitsgeschehen Auskunft erteilt.

Behandlungen mit Schmerzmittel oder Antibiotikum dürfen durchgeführt werden.

Kosten für die Studienteilnahme

Der Besitzer trägt über die Kosten der dendritischen Zelltherapie hinaus die Kosten für die (haus)tierärztliche Versorgung.

Einwilligung

Den Aufklärungsbogen habe ich gelesen und verstanden. Im Aufklärungsgespräch mit PetBioCell hatte ich Gelegenheit, alle noch offenen Fragen zu stellen. Meine Fragen wurden umfassend, vollständig und in einer für mich verständlichen Weise beantwortet.

Nach Abwägung des Für und Wider bin ich zu dem Ergebnis gelangt, dass in dem Fall meines Haustiers die Behandlung mit dendritischen Zellen mit ihren Erfolgsaussichten bzw. den zum erwarteten Nutzen zu den Risiken in einem ausgewogenen Verhältnis stehen.

Ich bin ausreichend informiert, habe mir die Entscheidung gründlich überlegt und habe ausreichend Zeit gehabt, um zu einer Entscheidung zu gelangen. Weitere Überlegungszeit benötige ich nicht.

Ich willige in die Behandlung meines Tiers mit der autologen dendritischen Zelltherapie ein.

Ich bin mit dem Behandlungsschema und den Nachkontrollen einverstanden und werde mich an die vorgegebenen Termine halten.