Dendritische Zelltherapie mit PetBioCell

Entwickelt von der Tierklinik Dr. Grammel

Aufgrund von verschiedenen Faktoren der sich verändernden Umwelt und einem zunehmendem Durchschnittsalter tritt Krebs bei Tieren immer häufiger auf. Effektive Tumortherapien hingegen wurden leider nicht im gleichen Tempo mit oder weiter entwickelt. Viele der Behandlungsmethoden sind zudem immer noch verhältnismäßig radikal und schwächen das betroffene Tier zusätzlich. Aus diesen Problemen heraus hat sich die Tierklinik Dr. Grammel schon vor knapp 20 Jahren auf die Suche nach einer schonenden Behandlung für Tiere mit Tumoren begeben - und die dendritische Zelltherapie aus der Humanmedizin zu adaptieren.

logo_dr_grammel.png

Wie alles begann

Die Idee für die dendritische Zelltherapie kam vor knapp 20 Jahren und entstand aus einer zufälligen Begegnung heraus. Zu dieser Zeit lernte Dr. Grammel, Leiter der Tierklinik Dr. Grammel, Herrn Dr. Nesselhut aus der Praxisgemeinschaft für Zelltherapie aus Duderstadt kennen. Die Praxisgemeinschaft für Zelltherapie beschäftigt sich mit Immuntherapien in der Humanmedizin, die auf die Behandlung von Tumoren ausgerichtet ist. Diesen schonenden Behandlungsansatz übertrug Dr. Grammel in die Tiermedizin - und legte so den Grundstein für die dendritische Zelltherapie als Behandlungsmöglichkeit von Tumoren bei Hunden, Katzen und Pferden.

team_portrait_grammel_thomas.png

Entwicklung

In den darauffolgenden Jahren wurde die dendritische Zelltherapie für die Veterinärmedizin weiterentwickelt. Vor sechs Jahren fand dann die Ausgründung von der Tierklinik in PetBioCell statt. Und zusammen mit dem neuen Namen kam auch ein neues und hochmodernes Reinraumlabor. Dort werden seither unter höchsten Qualitäts- und Hygienestandards die dendritischen Zellkulturen für die Patienten betreut und gepflegt.

Was uns wichtig ist

PetBioCell entstand aus der Idee heraus, eine schonende Tumorbehandlung für Tiere anzubieten - und gleichzeitig den Druck und den Schmerz einer aggressiveren Behandlungsmethode zu reduzieren. So denken wir noch immer. Neben der erfolgreichen Durchführung der Immuntherapie bei einem Tier liegt es uns am Herzen, einen engen Kontakt sowohl zu dem Tierhalter als auch zu dem behandelnden Tierarzt zu halten. Nur so können wir 100% geben und Besitzern wie Vierbeinern bestmöglich zur Seite stehen.

Die Zeitachse

In der unten stehenden Tabelle haben wir Ihnen eine kurze Übersicht zusammengestellt, wie sich die Forschung und Praxis mit der dendritischen Zelle (in der Onkologie) beschäftigt haben. Zunächst war Langerhans davon ausgegangen, dass die dendritische Zelle zum Nervensystem gehört. Erst später entdeckte Steinman, dass die dendritische Zelle Teil des Immunsystems ist.

Vor 1973

Dendritische Zelle ist bekannt als Langerhans-Zelle, es wird angenommen, dass sie zum Nervensystem gehört.

1970’s

Steinman entdeckt die antigen-präsentierende Funktion der dendritischen Zelle

1980’s

Peters et al. entwickeln monozytäre dendritische Zellen in Göttingen.

1990’s

Die Arbeitsgruppe um Peters startet mit dem Einsatz der dendritischen Zellen in der Onkologie.

2000

Zunächst wurden die dendritischen Zellen bei Tumoren von Pferden eingesetzt (Equine Sarkoide)

2003

Start der Produktion von dendritischen Zelltherapien für Hunde, Katzen und Pferde im eigenen Labor in der Tierklinik Dr. Grammel in Osterode am Harz.

2012

PetBioCell Deutschland gegründet

2013

Start der Produktion in einem neuen Reinraumlabor.

2015

Erlangung der GMP-Herstellungserlaubnis

2019

Weiterentwicklung des Herstellungsprozesses und Verbesserung der Zellqualität