Milzkrebs beim Hund

Milzkrebs beim Hund ist eine schreckliche Erkrankung. Obwohl es auch gutartige Tumore der Milz beim Hund gibt, handelt es sich bei 50 % um bösartige Tumore – also Milzkrebs.

Das Hämangiosarkom der häufigste Milzkrebs

Die mit 43 % am häufigsten vorkommende Form von Milzkrebs beim Hund ist das sogenannte Hämangiosarkom. Es zählt zu den bösartigsten Tumoren des Hundes, weil es rasend schnell streuen kann und die Überlebenschance sehr gering ist. Die Ursachen von Milzkrebs können unspezifisch sein, wenn Sie vermuten, dass Ihr Haustier Milzkrebs hat, sollten Sie sich an Ihren Tierarzt wenden

Krankheitszeichen bei Milzkrebs

Zu Beginn der Erkrankung, zeigen betroffene Hunde kaum Symptome, die auf einen bösartigen Milzumor schließen lassen. Jedoch kann ein Milzkrebs beim Hund in kurzer Zeit sehr schnell wachsen. Erst dann werden Hunde mit Milzkrebs in der Regel auffällig. Sie zeigen ein schlechteres Allgemeinbefinden, sind häufiger müde, zeigen Schmerzen am Bauch wenn man sie dort berührt oder brechen in den Hiterbeinen zusammen. Auch eine allgemeine Schwäche, eine vergrößerte Milz, weniger Appetit, ein dicker Bauch mit Bauchschmerzen und manchmal auch Erbrechen können Hunde mit Milzkrebs zeigen.

Milzkrebs kann sehr schnell streuen

Milzkrebs (das Hämangiosarkom) verhält sich sehr aggressiv. Er kann sehr schnell in andere Organe streuen, so dass bei der Feststellung von Milzkrebs bei einem Hund zu 70 % schon Tochtergeschwulste in anderen Organen vorhanden sind. Dadurch wird die Überlebenschance deutlich verschlechtert.

Überlebenschance (Prognose) bei Milzkrebs

Insgesamt ist die Prognose bei einem Milztumor für den erkrankten Hund schlecht. Die Überlebenchance bei Milzkrebs ist abhängig vom Grad des Tumors. Liegt bei einem Hund nur Milzkrebs vor, liegt die Überlebenschance (auch mittlere Überlebenszeit genannt) bei 5,5 Monaten. Ist der Milzkrebs geplatzt (rupturiert) sind es nur noch 2 Monate mittlere Überlebenszeit. Sollte der Milzkrebs auch schon gestreut haben liegt die Überlebenschance nur noch bei 0,9 Monaten.

Wie kann Milzkrebs beim Hund behandelt werden?

Der erste Schritt nach der Diagnose Milzkrebs ist in der Regel eine Operation, bei der die komplette Milz des Hundes entfernt wird. Die OP-Kosten für die Milz- und Tumorentfernung können von Hund zu Hund variieren. Anschließend kann eine Therapie mit dendritischen Zellen eingesetzt werden. Diese kann zu einer Linderung der Schmerzen, Verbesserung der Lebensqualität und Steigerung der Überlebenschance führen. Eine Bestrahlung ist bei Hunden mit Milzkrebs nicht möglich. Chemotherapie erzielte laut Studien keine Verbesserung der Überlebenchance.

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